Wie ich mich vor einem Kurs blamiert habe und was du daraus lernen kannst

In meinem Video erzähle ich dir von einer Blamage, die mir widerfahren ist , welche Erkenntnisse ich daraus gewonnen habe und was du daraus lernen kannst.

SICH BLAMLIEREN IST DAS EINE. WIE DU DAMIT UMGEHST, DAS ANDERE. 

Du liest lieber, statt ein Video anzusehen? Kein Problem, unter dem Video findest du den Text dazu.

 

Das ist jetzt nicht wirklich passiert.
Sag, dass das nicht wahr ist.
Am Liebsten würde ich im Erdboden versinken.
 

WIE ICH MICH VOR EINEM KURS BLAMIERT HABE

Ich sollte einen 1,5 Stunden-Slot für eine Kollegin im Kurs übernehmen. Es war alles vorbereitet. Circa 20 Teilnehmer saßen vor mir. Gleich zu Beginn habe ich meinen Namen in großen Lettern auf das Whiteboard geschrieben.

Der Workshop war schon im Gange. Ich wollte eine Skizze aufmalen und dazu meinen Namen wegwischen.
Du ahnst, was passiert war?
Versehentlich hatte ich meinen Namen mit einem Permanentstift auf die Whiteboard geschrieben.

Laß' das nicht wahr sein.
Das ist doch hoffentlich ein böser Traum.
Jetzt wäre ein guter Zeitpunkt, um aufzuwachen.
Es war kein Traum.
 

GROSS STAND MEIN NAME AUF DEM WHITEBOARD

Wie sollte ich reagieren?
Mir würde jetzt sofort jegliche Kompetenz abgesprochen werden.
Ich musste da durch. Irgendwie. 
Die Erstbänkler hatten schon mitbekommen was passiert war. Die ersten Lacher waren zu hören.

 

OK, PRINZESSIN. AUGEN ZU UND DURCH

Ich drehte mich zum Kurs um, und sagt mit einem Grinsen und auf meine Haare deutend: "Naturblond. Das muss man sich mal geben, nicht nur, dass ich mit einem Permanentstift auf die Whiteboard geschrieben habe, nein, ich hab auch noch meinen Namen geschrieben. So weiß jeder, wer es war." 

Das Missgeschick fand ich selber so lustig, dass ich angefangen habe, laut zu lachen. Bald haben wir alle gelacht. Vielleicht waren Menschen im Raum, die sich für mich fremdgeschämt haben. Ich weiß es nicht. Es war mir in dem Moment egal.

 

SIE WAR AUF SOWAS VORBEREITET

In der Pause hatte ich eine weitere unangenehme Situation vor mir. Ich musste im Sekretariat von meinem Missgeschick berichten. Die Reaktion der Sekretärin war sehr lässig. Sie griff hinter sich in den Schrank und holte eine 1-Liter-Flasche mit einer spiritushaltigen Flüssigkeit hervor. Das war nicht zum ersten Mal passiert. 

 

DAS WAR NICHT GESPIELT. SEHR SOUVERÄN REAGIERT

"Wir haben gerade über Sie geredet, Frau Rörig", meinte ein Teilnehmer, der in einer Gruppe mit anderen zusammestand. "Sie haben bei dem Tafel-Fauxpas ziemlich lässig reagiert. Das war nicht gespielt, so sind Sie. Sehr souverän."

Wow. Klar hat mich das gefreut. Denn, eines ist klar. Es ist peinlich, mit einem Permanentstift seinen Namen auf die Whiteboard zu schreiben.

 

ES KOMMT DARAUF AN, WAS DU AUS DER SITUATION MACHST

Naürlich hatte ich einen Bock abgeschossen. Das bestreite ich nicht. Natürlich war es mir unangenehm. Doch ich habe einiges intuitiv richtig gemacht.

Das Wichtigste war, ich habe keine Rolle gespielt. Ich habe nicht "verschämt mädchen-like" gekichert, sondern spontan laut rausgelacht. So wie ich eben bin.

Der zweite wichtige Punkt:
ich habe keinen Schuldigen gesucht. Ich hätte natürlich in Frage stellen können, warum der Permanentstift an der Whiteboard liegt. Das habe ich nicht gemacht.

Aus meiner Sicht waren das genau die Punkte, warum ich vor den Teilnehmern nicht mein Gesicht verloren habe. Im Gegenteil, ich hatte deren Respekt, weil ich souverän und auf meine Art reagiert habe. 

 

WAS DU AUS MEINEM MISSGESCHICK FÜR DICH LERNEN KANNST

  1.  Blamagen sind nicht tödlich
    Auch wenn du dich blamiert hast, wirst du es überleben. Kann sein, dass das Ego angekratzt wird, aber tödlich ist eine Blamage nicht.
     
  2. Suche den Fehler nicht bei den Anderen
    Wenn dir ein Fauxpas passiert ist, dann stehe dazu. Fehler zu machen ist menschlich. Schieb' die Schuld nicht auf die Anderen. 
     
  3. Trete die Blamage nicht zu lange breit
    Du hast dich blamiert. Ok, passiert, aber tritt das nicht zu lange breit, sondern gehe schnell wieder zur Tagesordnung über. Fokussiere dich nicht auf die Blamage.
     
  4. Beschimpf' dich nicht selber
    Vielleicht beschimpfst du dich erst mal innerlich selbst. Im Stile von "Du Narr; Du schon wieder etc.". Ja, mir passiert das. Doch hör dann auch wieder auf, dich zu beschimpfen. Suche das Lustige, das Wertvolle an der Situation. Was lernst du daraus? Was kannst du zukünfig besser machen?
     
  5. Lerne, über dich selbst zu lachen
    Du musst nicht perfekt sein. Niemand ist perfekt, auch wen es einige nicht wahrhaben wollen. Niemand ist perfekt. Nimm' dich selbst nicht so wichtig. Lach' auch mal über deine Fehler und Schwächen.
     
  6. Es ist deine Bewertung der Situation
    Nicht jeder findet alles gleich peinlich. Es ist meist unser eigenes Kopfkino, es ist unser Wertesystem, es ist unsere Bewertung, ob eine Situation peinlich ist oder nicht. Was mir die Schamesröte in's Gesicht treibt, lässt dich vielleicht komplett kalt.
     
  7. Hake es ab unter Lernerfahrungen
    Du hast dich blamiert? Hake es ab. Das Leben geht weiter. 
     
  8. Jeder denkt nur an sich
    In der Regel interessiert sich der Mensch in erster Linie für sich selbst. Wenn dir etwas Peinliches passiert ist, dann denken die Anderen vermutlich erst mal, "puh, zum Glück ist das nicht mir passiert." 
     
  9. Es gibt einen Kollegen, eine Kollegin, die dich immer wieder an diese Blamage erinnert?
    Überlege dir eine passende Antwort. Zum Beispiel: "Das hab ich ja schon fast vergessen. Ich lebe nicht in der Vergangenheit, sondern in der Gegenwart. Ich ziehe das Beste aus der Situation und lerne dazu." 
     
  10. Sei du selbst!
    Spiele keine Rolle, sondern gib dich so, wie du bist.
    Das ist in meinen Augen das Wichtigste. So zu sein, und dich so zu zeigen, wie du bist, erfordert Mut und Selbstbewusstsein. Wenn du einen schnellen Selbstbewusstseins-Push brauchst, den kannst du dir hier herunterladen.

    Warum es gar nicht so einfach ist, einfach nur man selbst zu sein, darüber hab ich HIER ein Video gedreht.
     

Das war meine blamable Geschichte und meine Tipps für dich. Nun bin interessiert mich, ob dir auch schon mal etwas richtig Peinliches passiert ist und wie du damit umgegangen bist. Lass' es mich in den Kommentaren wissen.

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WER BIN ICH?

monika rörig

Mein Name ist Monika Rörig. Ich unterstütze und ermutige Frauen in männerdominierten Branchen dabei, ihre Ziele auf authentische Art zu erreichen und zu leben, und zwar selbstbewusst und mit Freude.

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