Was ist besser: Geben oder Nehmen?

Hast du schon mal Unterstützung angenommen und der andere wollte nichts dafür haben? Keine Gegenleistung?
Du hast dich bedankt und trotzdem blieb da ein komisches Gefühl, dass da noch was fehlt?
Dass du noch etwas schuldig bist? Also hast du ein „Ich werde mich bei passender Gelegenheit revanchieren“, hinterhergeschoben. Kennst du das? Dieses Gefühl, sich erkenntlich zeigen zu wollen.

Ist ein einfaches Danke nicht ausreichend?

Was triggert das in dir, wenn du daran denkst, noch jemanden etwas schuldig zu sein? Für mich hört sich das nicht sehr ansprechend an. Es klingt so, „als sei da noch eine Rechnung offen“. Hast du gerne Schulden? Ich nicht.

Im Geschäftsalltag ist das klar geregelt: Dienstleistung oder Produkt gegen Bezahlung. Ganz einfach. In der Soziologie spricht man von Reziprozität, also dem Prinzip der Gegenseitigkeit. Es ist ein Grundprinzip menschlichen Handelns und besagt, dass wenn wir Menschen etwas bekommen, wir eine Gegenleistung erbringen möchten.

Soweit so gut. Warum fällt es außerhalb der klar definierten Geschäftsbeziehungen so schwer, andere um einen Gefallen zu bitten?
Ist es die Angst vor Ablehnung?
Die Angst vor einem Nein? Oft vergessen wir dabei, dass ein Nein nicht persönlich gemeint ist. Vielleicht passt es zeitlich nicht, vielleicht hat der Andere keine Lust, oder es gibt irgendeinen anderen Grund.
Ist es peinlich, um Hilfe zu fragen?
Oder ist es von vorneherein das komische Gefühl, „in des anderen Schuld stehen“? Wie geht es dir damit?

Fällt es dir leicht, andere um Unterstützung zu bitten, ohne eine Gegenleistung anzubieten? Machst du das? Wie fühlt sich das an, wenn du „nur“ Danke sagst?

Oder gehörst du zu denjenigen, die generell niemanden um einen Gefallen bitten? Hast du dir schon mal die Frage gestellt, warum nicht? Ist es die scheinbare „Abhängigkeit“, die du vermeiden willst? Willst du lieber alles selber regeln?
Sind es die Angst vor Ablehnung und vor einem Nein, wie oben aufgeführt oder wegen anderer Gründe?

Ist Geben leichter als Annehmen?

Ich persönlich finde geben viel einfacher als nehmen. Beim Geben habe ich die Kontrolle, ob und wieviel ich geben will. Anders beim An-nehmen. Vordergründig ist man erst mal abhängig davon, ob, was und wieviel der Andere bereit ist zu geben.

Wie geht es dir in der Rolle des Unterstützenden? Wie oft empfindest du selbst ein Danke als ausreichend?  Einfach nur Danke, ohne Pralinen oder andere „Begleiter“? Wie oft bist du enttäuscht, wenn außer einem Danke nichts mehr kommt?

Ist keine Erwartungen zu haben der Schlüssel?

Jetzt stell‘ dir mal vor, du schaffst es, sowohl beim Geben als auch beim Annehmen  jegliche Erwartungshaltung zu vermeiden. Einfach nur von Herzen geben und nehmen.  
Du frägst um Unterstützung und bist nicht enttäuscht, wenn ein Nein kommt?
Du gibst Unterstützung und bist nicht beleidigt, wenn außer einem Danke nichts mehr kommt (und bist umso happier, wenn noch eine Kleinigkeit dazubekommst)?
Vielleicht sind es unsere Erwartungen, die uns manchmal das Leben schwer machen? Wie siehst du das?

Wir sollten viel öfter Danke sagen

Ich finde es schade, dass ein klares Danke alleine fast nicht mehr ausreicht. Zum Danke kommt dann noch ein Geschenk dazu (was im Grunde ok ist, wenn keine Erwartungen dahinterstecken). Aber wäre es nicht schön, wenn ein Danke, das von Herzen kommt, ausreicht? Hat ein herzliches Dankeschön nicht auch was Berührendes?

Reziprozität all over

Generell glaube ich an das Prinzip des Geben und Nehmens. Ich glaube fest daran, dass alles, was du von Herzen gibst, irgendwann zurückkommt.

Übrigens gehört Dankbarkeit mit  zu den Turbos für mehr Lebensfreude. Ich finde, diese kann man nicht im Überfluß haben. Probier’s mal aus. Was meinst du?

Vielen Dank für dein Interesse an meinen Ansichten zum Danken, Geben und Nehmen. Ich freue mich, wenn du wieder auf dem Blog für mutige Frauen vorbeischaust.


Wer bloggt hier?

Monika Rörig

Mein Name ist Monika Rörig und ich bin Coach für mutige Frauen. Ich zeigen ihnen, wie sie selbstbewusst und mit Freude "ihr Ding" machen und dabei soweit gehen, wie sie es möchten. Beruflich und Privat. Dabei begleite ich sie.

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