Jeder Tag ist Weltfrauentag - Was du täglich für Gleichberechtigung tun kannst

Wir haben ganz viel selber in der Hand, ob Gleichberechtigung gelebt wird oder nicht. Darum geht es in meinem Video. Du liest lieber? Den Text findest du unterhalb des Videos.

Am 8. März war Weltfrauentag. Wie jedes Jahr gingen auch dieses Mal wieder die Statistiken durch die Presse.

DIE PAYGAP IST REAL

Die Pay Gap zum Beispiel, also die Gehaltslücke zwichen den Gehältern von Männern und Frauen beträgt in Deutschland 21,4 Prozent. Somit sind wir fast das Schlusslicht in Europa, denn der europäische Durchschnitt liegt bei 16 - 17 Prozent. Nur Österreich und  Estland liegen noch hinter Deutschland.

 

GLEICHBERECHTIGUNG IN WIRTSCHAFT UND POLITIK? FEHLANZEIGE

Nur 36 Prozent unserer parlamentarischen Vertreter sind Frauen. Somit liegt Deutschland weltweit auf Platz 24. In der Wirtschaft sieht es noch schlechter aus. Nur 1/3 der Top Management-Positionen sind mit Frauen besetzt. Das beschert uns im weltweiten Ranking den Platz 75.

 

IM MOMENT IST ES WIE ES IST

Wir können nun jammern und lammentieren und uns über die Ungerechtigkeit aufregen. Das bringt uns jedoch nicht weiter. Viel besser ist es, sich zu überlegen, was jede und jeder einzelne von uns täglich machen kann, um zur gelebten Gleichberechtiung zu kommen.

 

HIER SIND 6 VORSCHLÄGE VON MIR

1. Equal Pay Day
Jedes Jahr am 18. März gibt es weltweit den Equal pay day. An dem Tag wird auf die Lohnungerechtigkeit hingewiesen. In jeder größeren Stadt gibt es Veranstaltungen, die du besuchen kannst.

Das ist mit Aufwand verbunden. Vielleicht musst du dafür einen Tag frei nehmen, aber bevor wir uns beschweren, dass Männer bei gleicher Arbeit mehr verdienen als Frauen, sollten wir zueinanderstehen und gemeinsam protestieren. Wenn niemand bei solchen Veranstaltungen erscheint, wird sich nichts ändern. Keine Masse - keine Aufmerksamkeit - keine Wirkung. So einfach ist das.

2. Engagiere dich
Du bist unzufrieden mit der Politik? Du findest die Entscheidungen von "denen da oben" Mist?
Dann engagiere dich. Entweder direkt in einer Partei oder in einem Netzwerk, das sich für Gleichberechtigung einsetzt. Zeig dich bei entsprechenden Veranstaltungen (siehe Equal Pay Day), Podiumsdiskussionen etc. Es gibt viele Möglichkeiten. Und nutze dein Wahlrecht. Wir haben es in Deutschland erst seit 100 Jahren und noch immer gehen nicht alle Frauen zur Wahl.

3. Die Arbeitswelt ist eine Männerwelt
Alle Branchen sind männerdominiert. Selbst die Gesundheitsbranche, die viele Frauen beschäftigt, ist, wenn man in die Führungsetagen schaut, männerdominiert. Egal ob Stiftungen, Krankenkassen oder Krankenhäuser, die Firmenlenker sind meist Männer. 
Die Mehrheit macht die Regeln. Wenn ich als Frau mitspielen möchte, sollte ich die Regeln kennen. 
Ein weiterer Punkt ist, dass viele Frauen sich verantwortungsvolle Jobs nicht zutrauen und lieber den männlichen Kollegen den Vortritt lassen. Ja, das sind jetzt Stereotype, doch Männer zögern in der Regel weniger lange als Frauen (Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel).

4. Wie lebst du Gleichberechtigung?
Wie lebst du die Gleichberechtigung in deiner Partnerschaft?
Stellst du deine Bedürfnisse hinten an oder trittst du für deine Wünsche ein?
Erfüllst du die klassische Frauen-Rolle, ohne sie zu hinterfragen?
Wie stehst du dazu, wenn ein Mann die volle Elternzeit nimmt und die Frau arbeiten geht?
Schlüpfst du gerne mal in die "Weibchen"-Rolle, weil das bequemer ist?

Wie lebst du Gleichberechtigung mit anderen Frauen?
Begegnest du der Putzfrau in Eurer Firma auf Augenhöhe oder blickst du auf sie herab? Stellst du dich über sozial geringer gestellte? Begegnest du Frauen, die anders sind, sich anders kleiden auf Augenhöhe, ohne Vorurteile?

5. Netzwerken statt Konkurrenzdenken
Wie oft betrachtest du andere Frauen als Konkurrenz? Wie sprichst du über Frauen, die nur wenige Elternzeit nehmen und gleich wieder arbeiten gehen? Oder im umgekehrten Fall, was sagst du über Frauen, die 6 und mehr Jahre bei den Kindern zu Hause bleiben. Wie redest du über Frauen, die an der Konzernspitze stehen?

Wir Frauen dürfen viel mehr netzwerken. Es gibt viele tolle Frauennetzwerke (regionale, nationale und internationale), aber auch gemischte Netzwerke. Einzelkämpfertum ist out. Wir dürfen und sollten uns gegenseitig unterstützen.

6. Wie erziehen wir unsere Kinder?
Was leben wir den Kindern vor? Welches Rollenbild vermitteln wir ihnen? 
Stecken wir kleine Mädchen in Tütüs und Kleidchen, weil sie da so niedlich aussehen?
Betonen wir bei den Mädchen, wie hübsch sie sind und bei den Jungs wie aufgeweckt sie sind?
Dürfen sich unsere Mädels dreckig machen und auch mal unflätig daherreden? Oder haben da Jungs einen größeren Spielraum? 
Bestätigen wir die Mädchen darin, dass Mathe und Naturwissenschaften was für Jungs sind und Sprachen für Mädchen? Ermutigen wir die Mädchen darin, sich selbst so anzunehmen wie sie sind? Wie jammern wir über das Pölsterchen hier und da zu viel - auch das bekommen Kinder mit..).

Lernen die Kinder von uns, für die eigenen Wünsche und Bedürfnisse einzustehen? Leben wir ihnen vor, gegen Ungerechtigkeit aufzustehen und den Mund aufzumachen, oder geben wir den Duckmäuser und den resignierten und desillusionierten Erwachsenen?

Dürfen sich unsere Kinder auf ihre Art entwickeln oder pressen wir sie in unser Lebensmodell?

 

ES IST KEIN GESCHLECHTER-KAMPF

Gleichberechtigung geht uns alle an. Männer und Frauen. Ich mag das Wort Geschlechterkampf nicht. Beim Kampf ist schlechte Energie. Es soll ein Miteinander sein. Es geht nur zusammen, Männer und Frauen zusammen für Gleichberechtigung. Wir leben es jeden Tag, wie wir zu Gleichberechtigung stehen und wir haben mehr Macht, als uns bewusst ist.

 

ES IST MÖGLICH

Irgendwo habe ich mal gelesen, dass es noch 150 Jahre dauert, bis Männer und Frauen in Deutschland gleichberechtigt sind. Wollen wir wirlich so lange warten? Oder arbeiten wir gemeinsam daran, dass das Wort "Gleichberechtigung" im Lexikon der ausgestorbenen Wörter steht, weil es nicht mehr thematisiert, sondern einfach gelebt wird.

Ein Wunschtraum? Naiv? Ja, vielleicht! Aber ein schönes und erstrebenswertes Ergebnis.
Findest du nicht?

 

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WER BIN ICH?

monika rörig

Mein Name ist Monika Rörig. Ich unterstütze und ermutige Frauen in männerdominierten Branchen dabei, ihre Ziele auf authentische Art zu erreichen und zu leben, und zwar selbstbewusst und mit Freude.

 

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Mach' dein Ding! Denn dafür ist es nie zu spät.