Karriere in Männerdomänen: wie du es schaffst (Teil 1)

FOTO BY israel-palacio-459693 @ UNSPLASH

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Dies ist der erste von drei Blog-Artikeln zum Thema

KARRIERE IN MÄNNERDOMÄNEN - WIE DU ES SCHAFFST

Der Blick in die Chefetagen der deutschen Unternehmen ist ernüchternd. Wo sind die Frauen in den Vorständen? Warum ist die deutsche Führungsmannschaft so männlich?

Die Zahlen sind erschreckend: Nur 8 % der Vorstände in den börsennotierten Unternehmen in Deutschland sind Frauen. Und das im 21sten Jahrhundert (mehr Zahlen gibt es im 3. Teil meiner Serie, also stay tuned)


VORURTEILE - FRAUEN WOLLEN NICHT?

Sind daran die Frauen schuld?
Erst kürzlich meinte eine Frau zu mir, dass die Frauen generell keine Lust auf Karriere hätten. Außerdem würden sie nicht so gerne Verantwortung übernehmen?

Natürlich gibt es diese Frauen, genauso wie es Männer gibt, die nicht nach oben wollen. Es gibt jedoch auch jene, die maßgeblich mitgestalten und Bereiche verantworten wollen.


Aus meiner Sicht braucht es 3 Voraussetzungen, damit Frauen nach oben kommen. Erst wenn diese ineinandergreifen, ist der Weg nach oben frei.

Im ersten Teil meiner dreiteiligen Artikel-Serie geht es um DICH.


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WAS DU SELBST TUN KANNST, UM IN EINER MÄNNERDOMÄNE KARRIERE ZU MACHEN

 Hier sind meine Tipps, für deinen Weg nach oben.


  1. Sei dir absolut klar darüber, wo du kurz-, mittel- und langfristig hin willst

    Was willst du in deinem Leben erreichen? Wo willst du in 3 Jahren, 5 Jahren, 10 Jahren sein?
    Aus den Neurowissenschaften wissen wir, dass unser Gehirn Bilder liebt. Fange an, dir deine beste Zukunft in den schönsten Bildern auszumalen. Erlaube dir zu träumen. Alle großen Entdecker(innen) und Erfinder(innen) unserer Zeit hatten einen großen Traum, an dem sie festgehalten haben.

    Erst kommt deine Klarheit. Dann definiere dein Ziel und fokussiere dich darauf.

  2. Sei bereit, über deinen Schatten zu springen

    Gewöhne dir an, Herausforderungen anzunehmen. Greife zu, wenn sich dir Chancen bieten. In der Regel mangelt es nicht an Möglichkeiten, sondern am Mut.

    Je stärker deine Zukunftsvision ist (Klarheit, siehe 1.), desto mehr wirst du über deinen Schatten springen. Mache Dinge, die du dir im ersten Moment nicht zutraust. Fange mit kleinen Aufgaben an. Deine Erfolge werden dich ermutigen, immer mehr zu wagen. Wachse an den Aufgaben.


    Frage dich, was ein Mann an deiner Stelle tun würde. Ja, ich weiß. Das ist nun sehr stereotyp, aber mir hilft diese Vorstellung immer.

  3. Streiche das Wort Perfektion aus deinem Wortschatz

    Leider leben wir in einer Welt des Selbstoptimierungs-Wahnsinns. Was nicht passt, wird passend gemacht. Du kannst dieses Spiel mitmachen und daran zugrunde gehen. Oder du steigst aus. Nimm dich mit all deiner Unvollkommenheit an.

    Egal wie sehr wir uns bemühen. Wir werden Perfektion nicht erreichen. Du bist gut genug, wie du bist. Hab den Mut, authentisch zu sein, zu deinen Fehlern zu stehen und nicht perfekt sein zu wollen. Hier hab ich schon mal über “die 10 Attribute authentischer Menschen” gebloggt.


    Was für dich gilt, gilt ebenso für Projekte. Es gäbe immer wieder Dinge zu optimieren, doch dann würde niemals etwas fertig werden.

  4. Werde sichtbar

    Hab keine Angst davor, dich zu zeigen. Besuche Netzwerkveranstaltungen, gemischte und reine Frauennetzwerke. Finde raus, was dir liegt. Am Besten gehst du alleine hin, sonst hängst du nur mit deinen Bekannten rum (wir Menschen sind so).

    Vielleicht gibt es bei deinem Arbeittgeber ein internes Frauennetzwerk, bei dem du dich engagieren kannst? Immer noch gibt es die Vorurteile, interne Frauennetzwerke seien bestenfalls Kaffeerunden. Wird Zeit mit dem Vorurteil aufzuräumen.

    Gehe mit Kollegen und Kolleginnen aus anderen Abteilungen zum Mittagessen. Erweitere peu a peu dein Netzwerk.

    Zeige dich auch online. Kürzlich war ich bei einem Stadtrundgang, bei dem es um das Thema Sichtbarkeit ging. Von den acht Frauen, die wir waren, waren einige gar nicht online sichtbar oder nur sehr wenig. Im Gespräch kamen die Vorurteile gegenüber dem “bösen Internet” zur Sprache.

    Sicherlich, es ist nicht alles Gold was glänzt. Doch das Internet hat auch viele Vorteile. Es liegt an dir, was und wieviel du von dir preisgibst. Ich unterscheide sehr genau, was privat und was persönlich ist.


    Vielleicht gibt es einen Corporate Blog, bei dem du Artikel veröffentlichen kannst? Sind deine Accounts bei LinkedIn und XING auf dem neuesten Stand? Zeige dich, zeige, was du machst und was du kannst.

    Buchtipp:
    Daniela Heggmair hat ein ganz wunderbares Buch zum Thema Selbst-PR geschrieben. Unbedingte Leseempfehlung!

    Mein Fazit: Die Mischung aus offline und online macht es aus.

  5. Glaube an dich und trau’ dich groß zu träumen

    Werde selbst zu deinem größten Fan. Warte nicht darauf, dass andere dir dieses oder jenes zutrauen. Glaube an dich!

    Ich war als Kind unglaublich schüchtern. Es passiert heute noch, dass ehemalige Schulfreundinnen sich bei meiner Schwester (die noch in meiner Heimatstadt wohnt) nach mir erkundigen. Sie stellen dann, nachdem sie die Neuigkeiten gehörte haben, fest: “Die Monika, echt? Das hätte ich ihr nie zugetraut. Die war doch immer so schüchtern.”

    Nur weil ich als Kind schüchtern war, heißt das nicht, dass ich mich heute nicht auf die Bühne traue und Workshops und Vorträge halte. Was mir dabei hilft ist Mut, Selbst-Vertrauen und das Quäntchen Dranbleiben (.. und das ich mich mit den Themen beschäftige, die mir am Herzen liegen).

    Glaube an dich und trau’ dich groß zu träumen. Dann komme aber auch ins Tun.



    ”Der größte Fehler von Frauen ist ihr Mangel an Größenwahn.” (Coco Chanel)

  6. Übernimm’ die Verantwortung und zeige Initiative

    Warte nicht darauf, dass jemand merkt, dass du gut bist. Warte nicht darauf, dass dir der coole Job angeboten wird. Bringe dich selber ins Gespräch (siehe Punkt 4). Biete dich an, ein Projekt zu übernehmen. Zeige Initiative!

  7. Sei stolz auf deine Erfolge und zeige sie

    Mache dir deine Erfolge bewusst. Nimm dir jede Woche eine halbe Stunde Zeit, um die Woche zu rekapitulieren. Was lief besonders gut, was nicht. Hier habe ich darüber geschrieben “Warum du heute mit einem Erfolgsjournal anfangen solltest”. Erzähle von deinen Erfolgen. Damit hatte ich lange Zeit Probleme, weil ich nicht prahlerisch sein wollte. Doch es gibt einen Unterschied zwischen Prahlen und auf etwas stolz sein.

  8. Hab keine Angst vor Fehlern und Rückschlägen

    Niemand ist perfekt. Jeder macht Fehler. Außer diejenigen, die gar nichts machen.

    Rückschläge zu erleiden ist unangenehm und schmerzhaft. Von außen betrachtet schauen andere Karrieren immer so easy aus. Ich kenne jedoch keine Führungskraft, die nicht irgendwann im Berufsleben durch eine schwierige Phase gegangen ist.


    Hole dir wohlwollende Menschen ins Boot, mit denen du dich regelmäßig austauschen kannst. Oft schon hilft der neutrale Blick von außen, um die Lösung zu finden.

    Im Übrigen solltest du keine Angst vorm Scheitern haben. Hier habe ich darüber gebloggt, “Was du vom Scheitern lernen kannst”.

  9. Zeige Durchhaltevermögen

    Niemand wird über Nacht erfolgreich. Jeder Karriere ging Arbeit und Einsatz voraus.
    Karriere zu machen und erfolgreich zu sein bedeutet dranzubleiben.

    Je klarer du dir darüber bist, warum du dein Ziel erreichen willst, desto größer ist deine Motivation. Und du wirst nicht beim kleinsten Gegenwind abbrechen.

  10. Humor und Charme

    Verliere deinen Humor nicht. Ich habe schon Führungskräfte kennengelernt, die verbissen an ihrer Karriere gearbeitet haben. Die meisten haben es nach oben geschafft. Doch Lebensfreude, Freunde und generell das Leben blieben auf der Strecke.

    Wir sollten generell wieder mehr Spaß (ja SPASS) in die Arbeit lassen. Verbissenheit und Borniertheit bringt uns nicht weit.

 

Das sind die Dinge, die dich nach oben bringen.
Wie eingangs schon erwähnt, garantiert dir das noch keinen Aufstieg. Denn es gibt noch weitere wichtige Punkte, die einen Einfluss haben.

 

Im zweiten Teil meiner Blog-Reihe geht es weiter. Wenn du nichts verpassen willst, dann abonniere doch meinen Newsletter.


MEIN FAZIT

Du kannst viel tun, um im Beruf nach oben zu kommen. Doch es liegt nicht alleine an dir. Dennoch dürfen wir Frauen noch viel mutiger sein und uns viel mehr Raum nehmen.

WAS SIND DEINE ERFAHRUNGEN?

Wie sind deine eigenen Erfahrungen? Ich freue mich über deinen Kommentar unter dem Artikel. Ebenso über dein Like/ Teilen.Die entsprechenden Buttons "Like" und "Share" findest du ganz unten. Herzlichen Dank.

Bis bald. Dann geht es mit Teil 2 weiter.
Deine Monika aus der FOKUSWerkstatt

WER BLOGGT HIER?

monika-roerig

Mein Name ist Monika Rörig. Ich unterstütze und ermutige Frauen in Männerdomänen, sich auf ihre einzigartige Art zu behaupten, ohne dabei kämpferisch zu sein, sondern selbstbewusst und mit Freude. Für Frauen, die Mehr wollen. Mehr vom Job - Mehr vom Leben.

Für Unternehmen biete ich Workshops, Coachings und Impuls-Vorträge an.

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