Du willst dein Leben verändern? Darum klappt es bisher nicht

Photo: sharon-mccutcheon by unsplash

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Es ist Sonntag Abend. Mit Grauen denkst du an den morgigen Arbeitstag. Am Liebsten würdest du nicht mehr in die Arbeit gehen. Wenn du dich doch nur trauen würdest, endlich mal Tacheles zu reden. Doch du sitzt ja eh am kürzeren Hebel. Was willst du schon ausrichten?

Außerdem, du brauchst den Job. Ohne Kohle geht es nun mal nicht. Also doch lieber wieder klein beigeben und dankbar sein, dass du die Arbeitsstelle hast.



SEIN LEBEN VERÄNDERN HEIßT, SICH AUF VERÄNDERUNG EINLASSEN

Aus meinem Coaching-Alltag weiß ich, dass es zwei Gründe für Veränderung gibt: SCHMERZ und FREUDE. Wir Menschen sind sehr leidensfähig, das kenne ich aus eigener Erfahrung. Bis wir uns aus freien Stücken verändern, muss der Schmerz schon sehr groß werden.

Hinzu kommt, dass wir uns nicht gerne verändern. Das heißt nämlich, vertrautes Terrain verlassen. Schau’ dich doch mal in deinem Freundeskreis um. Wie viel wird da über die Arbeit, Führungskräfte, KollegInnen geschimpft und gelästert? Und wieviele sind bereit, den Job zu wechseln? Laß’ mich raten. Es sind nicht sehr viele, stimmt’s?

DU BIST KEIN OPFER

Ich habe lange genug angestellt gearbeitet, um das Gefühl der Abhängigkeit zu kennen. Auch bei mir gab es Arbeitskonstellationen, in denen ich mich hilflos und machtlos gefühlt habe. Aber war ich wirklich machtlos? Nein. Und du bist es auch nicht.

Niemand kann dich ohne dein Einverständnis zum Opfer machen.



NUR DU SELBST KANNST ETWAS VERÄNDERN

Wenn du in deiner Arbeit unzufrieden bist und du dir wünschst, dass sich was verändert, dann hast du 3 Möglichkeiten:

  1. Du lässt alles beim Alten und hoffst, dass es besser wird
    Viel Glück dabei. Bei dieser Option überlässt du den anderen die Entscheidung. Du gibst die Verantwortung ab. Das macht nur Sinn, wenn du gerne jammerst und allen anderen die Schuld für dein Unglück geben willst.
    Klar, das ist die bequemere Variante. Doch lerne aus meinen Fehlern - es bringt nichts!

  2. Du verlässt die Firma
    Da müsstest du nochmal genau hinschauen, ob du zu der neuen Firma (ich gehe davon aus, du kündigst erst, wenn du einen neuen Job hast) hinwillst oder einfach nur von der alten weg willst.

    Ein “hin zu” ist immer motivierender und kraftvoller als ein “weg von”.

    ”Weg von” ist Flucht. Egal wohin, Hauptsache weg. Dann wirst du alle Probleme mit ins neue Unternehmen tragen und die Wahrscheinlichkeit, dass du in ähnliche Situationen kommst, ist sehr hoch. Deswegen rate ich erste mal zu:

  3. Du veränderst Dein Verhalten
    Und da ist sie wieder. Die unleidige Veränderung. Puh, anstrengend. Geht es nicht einfacher? Am Liebsten wäre es dir, wenn ein Flaschengeist käme, der dir unzählige Wünsche erfüllen würde. Kann ich nachvollziehen. So einen Flaschengeist hätte ich auch manchmal gerne. Doch wir beide sind alt genug um zu wissen, dass es das nunmal nicht gibt.



WÜNSCHEN - WOLLEN - UMSETZEN

Vielleicht nimmst du dir nun vor, etwas an deinem Verhalten zu verändern. Du willst endlich lernen, wie du dich bei KollegInnen durchsetzt, die regelmäßig deine Grenzen überschreiten. Du willst dich endlich selbstbewusst behaupten.

Voller Elan kaufst du dir Selbsthilfebücher - davon gibt es mehr als genug. Doch mit dem Kauf ist es nicht getan. Du täuschst mit dieser Aktion vor, dass du was machst. Das Buch im Regal ändert nichts. Auch wenn du das Buch nur liest, wird sich nichts verändern. Genauso wenig wird sich ändern, wenn du meine Blog-Artikel nur liest. Durchlesen, im Geiste nicken und bejahen. Das bringt alleine keine Veränderung.



UMSETZEN BRINGT VERÄNDERUNG

Der entscheidende Punkt ist das Tun, das Umsetzen.
Da wird es anstrengend. Veränderung auf Knopfdruck ist nicht möglich. Veränderung braucht Zeit. Du musst dir dein Verhalten erst mal bewusst machen. Was willst du verändern und wie? Und dann geht’s ans Üben, Üben, Üben. Das heißt, Dinge tun, die dir erst mal unangenehm sind. Nicht sofort Ja sagen, weil es einfacher ist, als Nein zu sagen. Die Reaktion der KollegInnen aushalten, die verwundert sind, weil du doch sonst nicht so zickig warst, weil du doch sonst immer sofort Ja gesagt hast.

Da heißt es, raus aus deiner Komfortzone. Mutig sein. Dich überwinden. Immer wieder.

Weißt du, was das Schöne ist? Es ist der Moment, wenn du dich getraut hast, anders zu reagieren, als es gemeinhin von dir erwartet wird. Es ist der Moment, wenn dir bewusst ist, dass du nicht der Spielball der anderen bist. Es ist der Moment, wenn du merkst, dass du viel selber in der Hand hast.

Es sind die kleinen Erfolge, die Veränderung spannend und bereichernd machen. Du hast dein Ziel vor Augen und Schritt für Schritt näherst du dich. Du hast es selbst in der Hand.

Du kannst niemand ändern als dich selbst, dein Verhalten und deine Sicht auf die Dinge.



ALLES GANZ LOGISCH, ODER? ABER …

Das macht ja alles Sinn, denkst du dir. Es ist nachvollziehbar, ABER bei dir ist das alles anders, viel komplizierter, viel verwobener ….
Denn du hast keine Zeit. Du hast kein Geld. Du hast keine Muße. Du hast keine Energie. Du bist alleinerziehend. Dein PartnerIn ist viel unterwegs. Du bist abends immer so müde. Niemand hat so herausfordernde KollegInnen und ChefInnen wie du. Die Gesamtkonstellation ist viel komplizierter, als bei anderen.

Du musst dich um deine Mutter/ deinen Vater kümmern. Du musst erst deine Beziehung geregelt bekommen. Du musst erst an deinem Mindset arbeiten. Dein Kind muss erst in die Schule/ die Schule fertig machen/ das Studium abschließen …


VIELLEICHT IST JETZT NICHT DER RICHTIGE ZEITPUNKT

Vielleicht ist im Moment wirklich nicht der richtige Moment für dich. Das kann sein. Das ist deine Entscheidung. Du setzt die Prioritäten in deinem Leben.


VIELLEICHT SCHIEBST DU AUSREDEN VOR?

Vielleicht schiebst du andere Menschen und Umstände vor, um dich nicht mit dir beschäftigen zu müssen. Es steht mir nicht zu, das zu beurteilen. Wenn du ganz ehrlich zu dir bist, wirst du die Antwort darauf haben.


VIELLEICHT IST GENAU JETZT DER RICHTIGE MOMENT?

Vielleicht ist genau jetzt der richtige Moment, an deiner ungeliebten Situation etwas zu ändern? Und vielleicht bin ich genau die richtige Coach für dich, um dich durch die Veränderung zu begleiten? Hier kannst du dir einen kostenlosen Kennenlerntermin holen.

Am Besten lasse ich hier eine ehemalige Klientin sprechen:
“Liebe Frau Rörig, ich bin Ihnen so dankbar. Sie haben mich aus ‘meinem Gefängnis befreit”’.
“Befreit haben Sie sich schon selber. Ich stand ihnen zur Seite.” .“Ja, aber Sie haben mir Ihre Hand gereicht und nicht losgelassen. So habe ich es geschafft.”

Wichtig: es ist deine Entscheidung. Denn nur wenn du dahinter stehst, kann sich was verändern. Zum Thema “Love it - Change it - Leave it” - habe ich auch gebloggt.


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monika roerig

WER BLOGGT HIER?

Ich bin Monika Rörig und mit meiner FOKUSWerkstatt unterstütze und ermutige ich Frauen in Männerdomänen, sich auf ihre einzigartige Art zu behaupten, ohne dabei kämpferisch zu sein, sondern selbstbewusst und mit Freude. Für Frauen, die Mehr wollen. Mehr vom Job - Mehr vom Leben. Hier kommst du zu meinen Angeboten für Frauen.

Außerdem arbeite ich mit Unternehmen in Männerdomänen zusammen und biete Workshops, Coachings und (Impuls-) Vorträge an. Zu meinen Angeboten für Unternehmen geht es hier entlang.