Dein Leben ist kein Wunschkonzert! Oder etwa doch?

Nicole Frenzen, Susane Pillokat-Tangen

Dieser Blog-Artikel ist mein Beitrag zur Blogparade „Mein bestes Jahr 2017“ von Nicole Frenken und Susanne Pillokat-Tangen. (Mehr dazu unten).

Das Leben ist doch kein Wunschkonzert!

Ich weiß nicht, wie oft ich diesen Satz schon gehört habe. Als Kind in der Schule, als Azubi, während des Studiums, in der Arbeit. Egal wann, egal wo. Dieser Spruch scheint ziemlich manifestiert zu sein. Ich habe ihn in meinem Leben schon oft gehört. Eindeutig viel zu oft.

Was steckt hinter dem Satz? Das Leben kommt wie es kommt und du kannst nichts machen? Du musst es einfach so hinnehmen? Ist das so? Gruselige Vorstellung, findest du nicht? Es klingt so, als hättest du gar keinen Handlungsspielraum.

Also ist das Leben doch ein Wunschkonzert?

Ich wünsche mir ein g… Leben. 100 Millionen € auf dem Konto und eine kleine Südsee-Insel ….
Einfach eine Bestellung ans Universum abschicken, nichts tun und abwarten? Und irgendwie wird das Schicksal seinen Weg finden? Nun, du kannst es ja mal ausprobieren. Setz dich zu Hause schön aufs Sofa und schick deine Wünsche wo auch immer hin . ..

Ich könnte mir vorstellen, dass nichts passiert. Und ehrlich gesagt finde ich diese „Wünsche-ans-Universum-Nummer“ ziemlich gefährlich.

Versteh mich nicht falsch. Ich bin kein Wunsch-Gegner. Ganz im Gegenteil. Ich bin fest davon überzeugt, dass jeder Veränderung ein Wunsch vorausgeht. Der Wunsch, etwas Neues zu wagen, etwas zu ändern steht immer am Anfang. Doch vom Wünschen alleine passiert nichts.  (Click-to-tweet)

Vom Wunsch zur Wunscherfüllung

Damit ein Wunsch in Erfüllung gehen kann, bedarf es ein wenig mehr, als das Wünschen. Aus meiner Erfahrung sind es 4 Schritte:

Wünschen – Planen – Machen und tun - Feiern

Was wünschst du dir?
Was wünschst du dir wirklich?
Ist es dein Wunsch?
Oder der Wunsch eines anderen an dich?
Wie sehr wünschst du dir das?
Wie stark ist dieser Wunsch?

Ist es ein Kopf-Wunsch oder ein Bauch-Wunsch?
Was ich damit meine? Nun, meine tiefe Überzeugung ist:  Bauch schlägt Kopf. Wenn du mit dem Kopf ganz rational etwas entscheidest, aber im tiefen Innersten wehrst du dich dagegen (nenne es Bauchgefühl, Unterbewusstsein, Intuition …), dann wirst du dich selbst boykottieren. Das passiert nicht sofort. Doch dein Bauch wird einen Weg finden, dass das Projekt scheitert.

Vielleicht kennst du das Eisbergmodell von Siegmund Freud. Er sagt, man müsse sich das Verhältnis von Bewusstsein und Unterbewusstsein so vorstellen, wie einen Eisberg. Die kleine Spitze des Eisberges, die aus dem Wasser herausragt, ist das Bewusstsein. Das ist alles, was wir bewusst machen, was uns bewusst ist.
Der Rest, also der massive Eisberg unter Wasser, das ist unser Unterbewusstsein. Das ist alles, was wir unbewusst machen und fühlen.

Bauch schlägt Kopf. Das kannst du nun glauben oder nicht.
Ich komme übrigens von der rationalen Seite. Als Wirtschaftsingenieurin war ich lange Zeit sehr kopfgesteuert und vor ein paar Jahren hätte ich meine eigene Aussage „Bauch schlägt Kopf“ als Eso-Gequatsche abgetan. Doch es gab einige einschneidende Ereignisse in meinem Leben, die mich vom Gegenteil überzeugt haben. Wünsche, die sich trotz akribischer Planung und Umsetzung nicht erfüllt haben. Zufall?
Geh' mal gedanklich in deine Vergangenheit zurück. Gibt es Wünsche, die sich nicht erfüllt haben? Kann es sein, dass dir auch dein Unterbewusstsein ein Schnippchen geschlagen hat?

Unterschätze niemals die Macht deines Unterbewusstseins.
Wie zeigt sich das Unbewusste? Schwer zu erklären. Das ist oftmals ein komisches oder ungutes Gefühl. Irgendwas fühlt sich nicht stimmig an. Halte öfter mal inne, denn in der Hektik und im Aktionismus wirst du’s nicht merken. Wenn du auf dein Unterbewusstsein (oder Herz, Bauch...) hörst, dann spürst du das auch. Plötzlich tun sich Türen auf, wo vorher keine waren. Du begegnest Menschen genau zum richtigen Zeitpunkt und es fühlt sich leicht an.

Ja, das Leben darf leicht sein. Und wenn du deinen wirklichen Wünschen folgst, ist’s auch leicht.

Wünschen – Planen – Machen und tun und Feiern

Du hast deinen Wunsch? Jetzt geht’s ans Planen. Folgendes hat sich bewährt: „wer schreibt, der bleibt“.  So ist es auch mit deinen Wünschen. Schreib sie auf. Jeden einzelnen und sei er im Moment noch so unrealistisch.

Ich habe seit 3 Jahren ein kleines Wunschbüchlein. Ich nehme es regelmäßig zur Hand. Manche Wünsche sind mir nicht mehr wichtig - sie waren wohl von vorneherein nicht meine? ;-)  . Manche Wünsche haben sich schon erfüllt und an manchen bin ich dran. Das Schöne an diesem Buch ist die Vorfreude. Alleine die Wünsche aufgeschrieben zu haben, ist schon ziemlich beeindruckend.

Also, schreib deine Wünsche auf. Überleg dir, wie du Schritt für Schritt vorgehen könntest, um das Ziel zu erreichen. Du musst nicht alles alleine schaffen. Wer kann dir helfen? Wen könntest du fragen? Teile das große Ziel in kleine Teilziele. Kleine Ziele machen weniger Angst, als ein großes mächtiges Ziel.

Wenn dir nichts mehr einfällt, mach was anderes. Geh raus an die frische Luft, lenk dich ab. Du wirst sehen, in der Entspannung kommen die besten Gedanken und Ideen.

Wünschen – Planen – Machen und tun – Feiern

Jetzt kommt der schwierige Teil: Machen und Tun, auch bekannt als M U T.

Je nachdem wie groß dein Wunsch ist, gehört vermutlich eine Portion Mut dazu. Machen, tun, Mut – das gehört zusammen, wie eine Wechselbeziehung.

Hier scheitern die ersten. Dadurch, dass man ja geplant hat und alles schön säuberlich aufgeschrieben hat, vergessen manche den nächsten Schritt. Nämlich das Umsetzen. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Wie stark ist dein Wunsch? Wie groß ist deine Motivation? Ist es ein Kopf- oder Bauch-Wunsch?

Schau nochmal in deinen Plan. Wen wolltest du um Hilfe bitten? Oute dich und erzähle von deinen Wünschen. Das kann ein ganz schöner Antrieb sein. Alleine durchs Erzählen können sich Türen öffnen. Du weißt ja, der kennt jemand, der jemand kennt …...

Wünschen – Planen – Machen und tun - Feiern

Gönn‘ dir eine Belohnung. Nicht erst bei der finalen Zielerreichung, sondern auch zwischendurch. Allein die Vorfreude kann dir helfen, dranzubleiben.

Je stärker dein Wunsch ist, desto eher wirst du bereit sein, über deinen Schatten zu springen.

 

Dein bestes Jahr 2017 Life & Workbook

Mein Bestes Jahr 2017

Nicole Frenken und Susanne Pillokat-Tangen haben mit dem „Mein bestes Jahr 2017-  Life & Work-Book“ ein wunderbares Hilfetool erschaffen.
Es ist ein schönes Buch, das dich durch diesen Wünsche-Planen-Tun-Prozess geleitet.
Der Clou: zuerst machst du eine Rückschau auf 2016 – und zwar schonungslos. Was war gut? Was war schlecht? Was lernst du daraus?

Hier kannst du dir ein Worksheet runterladen und bekommst noch dazu einen Einblick ins Buch..

Erst danach schaust du nach vorne auf 2017.
Was wünschst du dir für's Neue Jahr? Was steht an? Welche Ziele verfolgst du?

Ich hab dieses Buch vor mir liegen und schon fast durchgearbeitet. Als kleiner Schöngeist, der ich bin,  bin ich total angetan von der Haptik und dem Design. Mit Freude setze ich mich an das Buch und visualisiere mein Wunsch-bestes Jahr 2017.
Bei manchen Wünschen und Zielen pocht mein Herz wie wild und will mir fast in die Hose rutschen. Denn Manches macht mir noch ziemlich Angst. Trotzdem schreibe ich alles auf, ich plane die Zwischenziele und auch meine kleinen Belohnungen. Und während ich das mache, bekomme ich Riesenlust, ins Tun zu kommen. Mit im Gepäck mein Vertrauen, dass ich meinen Weg zu meinen Zielen finden werde, wenn ich regelmäßig innehalte und auf mein Gefühl höre.

Wenn du mich schon ein bisschen kennst, dann weißt du, dass ich nur Menschen und Dinge weiterempfehle, die ich gut finde. Das Life & Workbook gehört definitiv dazu. Es geleitet dich Schritt für Schritt durch einen Prozess, damit 2017 DEIN bestes Jahr werden kann. Dabei empfinde ich es nicht als Arbeit, sondern als Freude und große Vor-Freude. Was ich auch ganz toll finde, sind die inspirierenden Interviews, die du im Buch findest.
Schau' doch mal auf der Website von Mein bestes Jahr vorbei, da findest du noch mehr Infos.

Mein bestes Jahr 2017

Egal, wie du es machst. Nimm‘ dir die Zeit, dass 2017 dein bestes Jahr wird. Bleibe nicht beim Wünschen und Planen stehen, sondern nimm allen Mut zusammen und setze die Dinge um, damit sich deine Wünsche auch erfüllen können. Dafür wünsche ich dir alles Gute.

Welche Wünsche hast du für 2017?  Ich freue mich über deinen Kommentar.

Bei der Mein bestes Jahr 2017-Blogparade gibt es schon ganz tolle Beiträge von Blogger-Kolleginnen, die ich dir nicht vorenthalten möchte. Gestern haben gebloggt:

Nadine Regge "Erfüllter und erfolgreicher leben"

Heigo Tuedelkram "Mein bestes Jahr 2017 - ist das möglich?"

Astrid Schoepplenberg: www.yocooking.de

Heute bloggen:

Gisela Enders "Was tut dir gut? Dein bestes Jahr 2017"

Katja Schmalzl: www.katjaschmalzl.com

Anna-Lena Eswein: www.balance-eswein.de

 


Monika Rörig. Coach für mutige Frauen

Und wer bloggt hier?

Das bin ich. Monika Rörig. Coach für mutige Frauen.

Mit Begeisterung zeige ich Frauen, dass es möglich ist, selbstbewusst und mit Freude das eigene Ding zu machen und dabei genau so weit zu gehen, wie sie es möchten. Beruflich und privat. Dabei begleite ich sie.

Mein Motto?

Mach' dein Ding! - Dafür ist es nie zu spät!