Wie mir der einmalige Einsatz von 3 Stunden geholfen hat, wöchentlich 7 Stunden Zeit zu sparen

Für alle, die lieber lesen:

„Nein. Auf gar keinen Fall! Never ever!“,  reagiere ich emotionsgeladen.

Oh Mann, auf was hatte ich mich da bloß eingelassen? Ich wollte einfach nur eine neue Frisur. Eine die besser zu mir passt. Von Locken war nie die Rede. Schon gar nicht von meinen eigenen. Ich mag meine Locken nicht. Ich mochte sie noch nie besonders gerne. Die will ich nicht haben. Außerdem muss ich im Job seriös aussehen.

„Im Ernst. Ich möchte meine Haare nicht lockig tragen", sagte ich zur Personal Hair Coach. „Das steht mir nicht. Es haben sich schon mehr Friseure daran versucht und sind gescheitert. Die Leidtragende war immer ich. Was gibt es denn sonst für Möglichkeiten?“

 

monika rörig

ALLES KAM GANZ ANDERS. WIE MIR DER EINMALIGE EINSATZ VON 3 STUNDEN GEHOLFEN HAT, WÖCHENTLICH 7 STUNDEN ZEIT ZU SPAREN

Diese Szene ist mehr als 10 Jahre her. 
Die Friseurin von damals? Seit über 10 Jahren bin ich eine ihrer Stammkundinnen.
Meine Locken? Die trage ich nun so, wie sie sind. Und damit bin ich zufrieden und mega-entspannt.
 

DAS MUSS SO SEIN, WENN DU ERFOLGREICH SEIN WILLST

Das war nicht immer so. Gefühlt war ich mein ganzes Leben auf der Suche nach der Frisur, die zu mir passt und meinen Typ unterstreicht. Ich war nun mal der Meinung, dass ich im Beruf glatte Haare brauche, um ernstgenommen zu werden. Ich dachte wirklich, glatte Haare geben mir mehr Professionalität und mehr Seriosität.

 

DAS IST WIDER DIE NATUR ...

Was habe ich nicht alles gemacht. Ich bin mit allen Mitteln gegen meine Haare vorgegangen. Täglich habe ich meine Haare ausgeföhnt und anschließend mit einem Glätteisen bearbeitet. Ja, ich habe mir extra ein Profi-Glätteisen vom Friseur gekauft. Ich hatte alles, vom Super-Shampon bis zum Mega-Gel. Alles, was neu auf den Markt kam, stand bei mir im Bad, das schon bald einem Flagship-Store glich. Ich hatte eine Mission.

 

... UND ES WAR KEIN SPASS

Es war KEIN Spaß. Es war ernst. Bitterer Ernst. 
Es war Stress. Stress pur.
Jeder Wetterumschwung der blanke Horror.
Jeden Morgen hat mich die ganze Prozedur mindestens eine Stunde gekostet. Eine Stunde früher aufstehen. Eine Stunde kostbare Lebenszeit, in der ich mich mit den Haaren rumgeärgert habe. 
Jeden Tag mindestens eine Stunde. Aufsummiert wöchentlich sieben Stunden wertvolle Zeit. Dreihundertvierundsechzig Stunden (364!!!!!) im Jahr!! Das wiederum sind 45,5 Arbeitstage (bei 8 Stunden pro Tag) und somit mehr als mein damaliger Jahresurlaub.

Hier ist noch nicht mal die Zeit eingerechnet, die ich mir Gedanken gemacht habe, ob die Haare noch sitzen, oder ob an den Schläfen schon die ersten Locken durchkommen.
S C H R E C K L I C H!!!!

Oder, wie eine österreichische Freundin von mir sagen würde: "Ja bist du deppert?"

 

GIVE IT A TRY

Heute bin ich tiefenentspannt. Bei jedem Wetter. Zumindest was die Haare angeht.

Ich kann dir nicht sagen, wieviel entspannter mein Leben ist. Den Unterschied hat damals meine Friseurin gemacht. Ein Satz ist mir in Erinnerung geblieben:

„Frau Rörig, glauben Sie nicht, dass sich die Natur was dabei gedacht hat, weshalb sie Locken haben? Denken Sie nicht, die Haare, die sie von Natur aus haben, entsprechen am besten ihrem Naturell?“

Damals dachte ich wohl „Give it a try!“.  Zum Glück habe ich meinem Bauchgefühl vertraut.

 

ICH HABE EINE VERMUTUNG

Immer wieder treffe ich Frauen, die mir erzählen, dass sie ihre von Natur aus lockigen Haare täglich ausföhnen. Im Urlaub oftmals nicht, aber im Geschäftsalltag immer. Ich denke, es gibt ganz schön viele, die gegen ihre Haare ankämpfen.

 

WAS HAT DAS NUN MIT DIR ZU TUN?

Vielleicht hast du auch eine Sache, die du tagtäglich machst, in der Annahme, das müsse so sein. Sei es, lockige Haare auszuföhnen, Schuhe zu tragen, die auch als Waffe durchgehen würden und die dir tagtäglich Schmerzen bereiten. Was auch immer.

Manchmal machen wir uns das Leben unnötig schwer, ohne auf Alternativen zu achten. Es darf auch einfach gehen. Vielleicht steckst du in einem Glauben fest, dass du in der Arbeit dieses und jenes Bild erfüllen musst. So, wie ich der Meinung war, nur glatte Haare sind kompetent und seriös.
Vielleicht sind es deine Haare, vielleicht ist es etwas anderes an dir. Deine Kleidung, deine Schuhe, was auch immer.

Ich möchte dich einfach animieren, dass du alles hinterfragst. 

 

MEIN LOCKEN-COMING-OUT

Zurück zu meinem Locken-Coming-Out. Der erste Tag mit neuer Haarpracht war wirklich komisch. Mir war das ein bisschen unangenehm. Die Veränderung war so krass, dass jeder, wirklich jeder meine neue Frisur kommentiert hat. Okay, es waren nur positive Kommentare und Komplimente. Warum? Weil das genau die Haare sind, die zu mir passen. Zu meinem Wesen, zu meinem Naturell. Das bin ganz einfach ich.

 

TANTE MONI, WAS HAST DU DENN DA FÜR KOMISCHE HAARE GEHABT?

Vor ein paar Jahren meinte mein Neffe, damals im besten Teenager-Alter, zu mir: "Tante Moni, gestern haben wir ein altes Video angeschaut. Da hast du ganz komische Haare. Das hat dir gar nicht gestanden." (Oh, vielen Dank für deine Offenheit).
"Ach, wirklich? Sachen gibt's." :)

Übrigens gibt es auch heute noch diese bad hair days. Kenne ich gut. Da stehen die Haare in alle Himmelsrichtungen. Aber weißt du was? Genau das bin ich. 

Mein Credo an dich:
Immer wenn du denkts, einem bestimmten Bild entsprechen zu müssen, dann fange an es zu hinterfragen. Stimmt das wirklich? Wer sagt das? Trau' dich, dir selber das Gegenteil zu beweisen. Denn oftmals sind diese Gedanken und Vorannahmen nur einengend, anstrengend und fürchterlich langweilig. Das muss nicht sein. Probier es aus!!

Bis bald,
Deine Monika aus der FOKUSWerkstatt

CALL TO ACTION

Was sind deine Erfahrungen? Hattest du auch ein Coming-Out, ob mit deinen Haaren, deinem Styling, deinem Lachen? Lass' es mich in den Kommentaren wissen.

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Monika Rörig

DAS BIN ICH


Mein Name ist Monika Rörig. Ich unterstütze und ermutige Frauen in männerdominierten Branchen, ihre Ziele auf authentische Art zu erreichen und zu leben, und zwar selbstbewusst und mit Freude. 

MEIN MOTTO?


Mach' dein Ding! Denn dafür ist es nie zu spät.