10 Gründe, warum du keine Angst vorm Scheitern haben solltest

FOTO BY Greta Pichetti @ UNSPLASH

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Kennst du das Gefühl, wenn du ein Ziel nicht erreicht hast? Du hast aus deiner Sicht alles gemacht und doch kamst du nicht zum Ziel. Du bist gescheitert.

Mir ist das in meinem Leben mehr als einmal passiert. Es ist der Moment, wenn sich unter dir der Boden öffnet und du fällst, ohne zu wissen, wie du wieder auf die Beine kommen sollst.

Erst in der Rückschau habe ich erkannt, dass meine größten Niederlagen den Boden für meine größten Erfolge bereitet haben. Klingt verrückt, ist aber so.

WARUM HABEN WIR SO VIEL ANGST VORM SCHEITERN?

Was wäre möglich, wenn wir Menschen Scheitern als Teil des Lebens akzeptieren würden?
Hast du dir die Frage schon einmal gestellt? Was würdest du alles machen und möglich machen?

Zum Scheitern habe ich schon mal gebloggt und bin der Frage nachgegangen, „Was würdest du machen, wenn du wüsstest, dass du scheitern kannst?”

 

“Erst in der Rückschau erkennst du, dass deine größten Niederlagen den Boden für deine größten Erfolge bereitet haben.”  (Monika Rörig. FOKUSWerkstatt)

 

SCHEITERN ALS ERFOLGSTURBO?

Heute möchte ich das Scheitern aus einer anderen Perspektive beleuchten. Ich stelle die Frage in den Raum, ob am Scheitern irgendetwas Positives zu sehen ist. Meine Antwort lautet ganz klar JA.

Scheitern hat guten Seiten, auch wenn du die erst in der Rückschau erkennst. Scheitern kann der absolute Erfolgsturbo sein, wenn du es zulässt.

Hier habe ich meine Top 15 Argumente zusammengefasst, warum das Scheitern zum erfolgreich sein dazugehört.

“Es gibt schon einen Grund, warum der Erfolg im Misserfolg drinsteckt.”

 

DIE GRUNDVORAUSSETZUNGEN FÜR DEINE RÜCKSCHAU

Damit du vom eigenen Scheitern profitieren kannst, gibt es drei Grundregeln:

  • Übernehme die Verantwortung für deinen Misserfolg
    Das ist eine ganz harte Nummer, an der viele schon scheitern. Es ist immer cooler und schonender für das eigene Ego, wenn man andere verantwortlich machen kann. Das Schicksal, die Umgebung, die Führungskräfte, …
    Der erste Schritt muss aber sein, dass du die Verantwortung übernimmst. Das ist unangenehm, tut weh, ist aber notwendig, wenn du daran wachsen willst.

  • Erlaube dir, auch mal erfolglos zu sein
    Ja, ich weiß, Scheitern ist unsexy und nagt am Ego. Trotzdem solltest du dir überhaupt erst mal die Erlaubnis geben, dass nicht immer alles auf Anhieb und sofort gelingen muss. Versagen ist durchaus menschlich (an dieser Stelle ein Hinweis auf die unzähligen verfügbaren Biographien erfolgreicher Persönlichkeiten und Ihrer Misserfolge auf dem Weg zum Erfolg).

  • Sei bereit, zu reflektieren
    Jammern und den Kopf in den Sand stecken bringen dich nicht weiter. Liegenbleiben ist keine Option, zumindest keine erfolgversprechende. Wenn du jedoch bereit bist, deine Schritte zu reflektieren, dann kannst du so viel Positives aus dem Scheitern ziehen.

Sofern du die 3 Grundvoraussetzungen erfüllt hast, geht es jetzt daran, die positiven Seiten des Scheiterns zu beleuchten.

 

10 GRÜNDE, WARUM DU KEINE ANGST VORM SCHEITERN HABEN SOLLTEST

  1. Back to the Roots, oder alles auf Anfang

    Viele Menschen mögen sich nicht mit der Niederlage auseinandersetzen. Wunden lecken und dann das Ganze als „Scheiß-Idee“ abtun. Nur nicht weiter drüber nachdenken. Doch damit würdest du dir eine super Chance verbauen. Das Scheitern bringt dich zurück auf Los. Was hast du übersehen?

  2. Du erkennst deine Schwächen

    Bei der Rückschau erkennst du deine Schwächen. Klar sollst du dich auf deine Stärken fokussieren, doch trotzdem solltest du deine Schwächen kennen. So siehst du, wann und wo du dir besser Unterstützung ins Boot holst. Das führt mich zum dritten Grund.

  3.  Du lernst, um Unterstützung zu bitten

    Vielleicht gehörst du zu den Menschen, die immer gerne alles alleine schaffen. Sorry, das ist „Bullshit“. Fange an, um Unterstützung zu bitten. Niemand kann und weiß alles. Fokus ist das Zauberwort. Fokussiere dich auf die Dinge, die du gut machst und die dir Spaß machen. Fokussiere dich auf deine Stärken. Vielleicht erkennst du, dass dein Vorhaben nicht deinen Stärken entspricht. Auch das wäre eine wertvolle Erkenntnis.

  4. Scheitern zeigt dir deine wahren Freunde

    Diese werden dich aufbauen und dich ermutigen, statt sich an deinem Unglück zu laben.

  5. Scheitern macht dich stark

    Glaube mir (und ich bin keine Pessimistin), die schadenfreudigen Menschen werden aus ihren Löchern kriechen und dich hinter einer scheinheiligen Maske bemitleiden. Sei’s drum. Du hast dich getraut. Scheitern ist keine Schande, sondern ein Zeichen von Tatkraft.

  6. Scheitern stellt deine Motivation auf den Prüfstand

    Willst du das wirklich. Wirklich. Wirklich? Warum hast du das Projekt gestartet, den Job angenommen…?

  7. Scheitern zeigt, dass du mutig bist

    Nur mutige Menschen scheitern.
    Die Ängstlichen werden nicht scheitern, weil sie überhaupt nicht ins Risiko gehen.
    Wer nichts tut und immer in der eigenen kleinen Komfortzone bleibt, hat zwar (scheinbar)  Sicherheit, aber er wird sich nicht weiterentwickeln und Chancen über Chancen vorbeiziehen lassen.

  8. Scheitern macht dich selbstbewusster

    Nicht automatisch und nicht sofort. Erst wirst du enttäuscht sein und deine Wunden lecken. Doch wenn du, wie oben beschrieben reflektierst, dich auf Fehlersuche begibst, dann wirst du im Nachhinein stolz sein, dass du dich nicht unterkriegen lässt. Scheitern lässt dich wachsen.

  9. Du bist gewappnet für weitere Rückschläge und steigerst deine Widerstandsfähigkeit

    Du fängst an, Hindernisse und Hürden mit einzuplanen oder überhaupt auch nur mental zuzulassen, dass es schiefgehen könnte. Du lernst, dass das Leben trotz des Misserfolgs weitergeht. Wenn du es zulässt, gehst du gestärkt daraus hervor.

  10. Du erhältst den Fokus auf das Wesentliche

    Klar, Misserfolge tun weh. Sie kratzen am Ego und an der eigenen Eitelkeit. Das ist nicht schön. Gar nicht schön. Sie zeigen dir aber auch, was wirklich wichtig ist im Leben. Die Prioritäten verschieben sich.

DIE WICHTIGSTE FRAGE BEIM SCHEITERN

Die wichtigste Frage, wenn du gescheitert bist, lautet „Für was war das gut?“
Die Antwort auf die Frage wird dir nicht sofort klar sein, sondern erst mit etwas Abstand. Doch dann wirst du erkennen, dass das Scheitern auch sein Gutes hatte. Wetten?

MEIN FAZIT

Wir sollten anfangen, das Scheitern nicht als das Schlimmste aller möglichen Szenarien zu zelebrieren. Scheitern ist Teil des Erfolges. Scheitern ist Teil des Lebens. 

In dem Moment, wo wir uns mit dem möglichen Scheitern auseinandersetzen, eröffnen sich uns viele Möglichkeiten und eigenes Wachstum.

Menschen, die ihr Leben in die Hand nehmen und was Neues wagen, sind mir viel lieber, als die Schlaumeier, die hunderttausend Gründe aufzählen, warum irgendwas zum Scheitern verurteilt ist, ohne überhaupt irgendetwas zu tun.
Das sind die Leute, die mit dem Finger auf dich zeigen und sich das Maul zerreissen, wenn dir was misslingt. Und somit lenken sie sich von ihrem eigenen langweiligen Leben ab. Ein Hoch auf die Sicherheit (Ironie off).

Ich bin in meinem Leben mehr als einmal gescheitert. Jedesmal bin ich stärker wieder aufgestanden und meine Lust am Leben und meine Neugierde darauf sind dabei stetig gewachsen. Und das Beste ist, ich habe jede Niederlage überlebt! :)

Wir brauchen eine neue Sicht aufs Scheitern. Denn, und das vergessen wir gerne, es gibt keine Garantie für den Erfolg. Dafür ist unser Leben viel zu vielfältig. Zu viele Dinge können wir nicht beeinflussen.

“Die wertvollsten Dinge über mich und für mein Leben habe ich in meinen dunkelsten Stunden gelernt.” (Monika Rörig. FOKUSWerkstatt)

 

WAS SIND DEINE ERFAHRUNGEN?

Wie sind deine eigenen Erlebnisse? Mich interessiert dein Blickwinkel auf das Thema. Hinterlasse mir gerne einen Kommentar.

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Bis bald,
Deine Monika aus der FOKUSWerkstatt

WER BIN ICH?

monika roerig

Mein Name ist Monika Rörig. Ich unterstütze und ermutige Frauen in Männerdomänen, sich auf ihre einzigartige Art zu behaupten, ohne dabei kämpferisch zu sein, sondern selbstbewusst und mit Freude. Für Frauen, die Mehr wollen. Mehr vom Job - Mehr vom Leben.

Für Unternehmen biete ich Workshops und Impuls-Vorträge.

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