Die Barriere, die zwischen dir und deinen Wünschen steht

„Dazu fehlt mir der Mut“, das hat kürzliche ein Klientin im Coaching gesagt. Und gleich noch ein„Ich bin so ein Angsthase“ hinterhergeschoben.

Stimmt das? Ist man ein Angsthase, wenn einem zu etwas (noch) der Mut fehlt? Ich finde nicht. Ich finde, dieses Eingeständnis von meiner Klientin war schon der erste Schritt. Viel einfacher ist es doch, Ausreden vorzuschieben. Und die Auswahl an solchen ist unerschöpflich:

“Das geht jetzt noch nicht“, „ich bin noch nicht gut genug“, „mir fehlt noch diese Zusatzausbildung“, „das klappt sowieso nicht“, „ich hab gar keine Zeit“, „was denken denn dann die Anderen“ etc.

Kommt dir die eine oder andere Ausrede bekannt vor?

Die Barriere, die zwischen dir und deinen Wünschen steht

Was ist es nun, dass uns daran hindert, mutig zu sein?
Was ist die Barriere, die uns zurückhält, das zu tun was wir machen wollen?
Es ist unsere Komfortzone. Nicht mehr. Nicht weniger.
Wir sind nun mal Gewohnheitsliebhaber. Und deswegen hängen wir an unserer Komfortzone. Da fühlen wir uns wohl. Alles ist vertraut und gewohnt. Sie gibt uns Sicherheit, Geborgenheit und Schutz. Leider keine Abenteuer. Die finden außerhalb statt. Spannung und Überraschungen auch.

Gewohnheiten, everybodys darling

Wir lieben Gewohnheiten. Deswegen ist es so schwierig, Gewohnheiten zu verändern. Denn das bedeutet raus aus der Kuschel-Komfortzone. Alles „beim Alten lassen“ ist da schon viel einfacher und bequemer. Veränderung ist unbequem. Und warum sollten wir die vertraute Sicherheit aufgeben? Und auch noch ohne Garantie? No way. Wenn wir ehrlich mit uns sind, mischt ganz oft eine gehörige Portion Angst mit.

Also doch in der Komfortzone bleiben, sich passende Ausreden zurechtlegen und sich diese einreden (bis man’s selber glaubt) und nichts tun?
Ist das die Alternative? Einfach so dahinleben und die eigene Verantwortung abgeben? (..was hätte ich denn machen sollen, ich war doch; …ich musste doch…; )

MUT

Meine Lieblingsübersetzung für MUT ist Machen Und Tun.
Mutig sein heißt, die Komfortzone hinter sich zu lassen und Dinge zu tun, die man vorher nicht gemacht hat. Außerhalb der Komfortzone. Es heißt, manche Gewohnheiten abzulegen, seinen Hintern hochzubekommen, die Bequemlichkeit hinter sich lassen und auch seine Ängste.

Klingt nach Arbeit, Astrengung und wenig sexy


Trotzdem gibt es Gründe, die es wert sind, mutiger zu werden:

  • Die Wahrscheinlichkeit, deine Wünsche und Bedürfnisse zu erfüllen, sind viel höher (den wenn du nichts machst, wird gar nichts passieren)
  • Du wirst angstfreier werden. Denn wenn du es einmal geschafft hast, dich deiner Angst zu stellen, wird es beim nächsten Mal einfacher werden.
  • Abenteuer und Überraschungen werden in dein Leben kommen.
  • Du wirst selbstbestimmter leben und freier. Du übernimmst die Verantwortung.

Zwischen dir und deinen Wünschen und Bedürfnissen liegt deine Komfortzone. Wenn du es nicht schaffst, deine Kuschelzone zu verlassen, werden deine Wünsche immer Träume bleiben. Unerfüllt und unerreichbar weit weg. Möchtest du das?

Was also tun?

Das Zauberwort heißt Selbstüberwindung.
Du kannst es drehen und wenden, wie du willst. Wenn du es nicht schaffst, dich selbst zu überwinden, werden deine Träume nur Träume bleiben. Vermutlich wirst du viele Begründungen und Erklärungen finden, warum du es nicht versucht hast (siehe die Ausreden oben).

Und wie geht das?

Durch üben, üben, üben (oder machen und tun.). Und zwar mit Situationen, die dir eher unangenehm sind. Situationen, die dir schwer fallen, die dich Überwindung kosten.

Was das bei dir genau sein kann, weißt du selbst am besten.
Aber hier ein paar Beispiele:

  • Grenzen setzen
  • Nein sagen, auch auf die Gefahr hin, dass es zur Diskussion kommt
  • Deine eigene Meinung vertreten und dazu stehen
  • Einen anderen Weg zur Arbeit nehmen
  • Auf Fremde zugehen
  • Auf Netzwerktreffen gehen
  • Missstände ansprechen

Was ist es, dass dich Überwindung kostet? Fange im Kleinen an. Übe täglich. Bringe dich selbst in Situationen in denen du dich überwinden musst. Du wirst sehen, dass du so immer mutiger wirst. Nicht sofort, nicht über Nacht, aber Schritt für Schritt.

„Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende.“ (Demokrit)

Ist ein selbstbestimmtes, glückliches Leben zu führen nicht Anreiz genug, sich selbst zu überwinden? Was meinst du dazu? Wo hast du dich schon mal überwunden und wie waren deine Erfahrungen?


Wer bloggt hier?

Monika Rörig

Mein Name ist Monika Rörig und ich bin Coach für mutige Frauen. Ich zeige ihnen dass es möglich ist, selbstbewusst und mit Freude das eigene Ding zu machen und dabei soweit zu gehen, wie sie es möchten. Beruflich und privat. Dabei begleite ich sie.

Mehr erfährst du unter: www.fokuswerkstatt.de
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