Love it. Change it. Leave it. Wirklich so einfach?

 Foto: pan Xiaozhen, unsplash

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Ja klar. Wenn du mit einer Situation nicht zufrieden bist, dann Love it. Change it. oder Leave it.
Ist doch alles easy, oder? Du bist unzufrieden? Dann weißt du, was du jetzt zu tun hast.

Leider ist es nicht so einfach. Oftmals ist es nur dieses latente Gefühl der Unzufriedenheit. Es lässt sich an nichts konkret festmachen. 

Love it – Lerne, die Situation wie sie ist zu lieben

Change it – Ändere etwas an der Situation

Leave it – Gehe raus aus der Situation

Im Prinzip ist das schon wie ein Handlungsleitfaden, doch in der Praxis sieht das Ganze etwas anders aus.

 

LOVE IT. CHANGE IT. LEAVE IT. WIRKLICH SO EINFACH?

Nehmen wir als Beispiel Renate (Name geändert), eine Workshop-Teilnehmerin.
Renate ist unzufrieden mit ihrem Job, irgendwie passt gerade gar nichts. Sie lässt in einer Pause ihrem Frust freien Lauf. Im nächsten Moment entschuldigt sie sich bei mir, denn das sei ja schließlich Jammern auf hohem Niveau. Sie arbeitet im mittleren Management. Sie hat ein sehr gutes Einkommen, sie ist erfolgreich. Also, "eigentlich" hätte sie doch schon fast alles.

"Und was fehlt dir dann?", frage ich. "Es macht mir so überhaupt keine Freude mehr", kommt die Antwort wie aus der Pistole geschossen.

Gemäß obigen Motto könnte ich nun ganz flapsig zu Renate sagen: „Nun, love it, change it or leave it. Es liegt einzig und alleine an dir.“ Ja, stimmt schon irgendwie. Doch ganz so easy ist es nicht. Also gehe ich mit ihr die Schritte durch:

 

SCHRITT 1

Love it - Liebe es.

Ich frage Renate: „Kannst du lernen, mit der Situation zu leben?“
Sie antwortet, dass es ihr keinen Spaß mehr macht. Schon morgens im Bett graut ihr davor, aufzustehen. Sie hat keine Lust in die Firma zu gehen. Sie ist in einem Gefühl von „weg von“. Ich sage zu ihr, dass ich aus eigener Erfahrung weiß, dass ein „weg von“ nicht fruchtet. Besser ist ein „hin zu“.
„Weg von“ heißt einfach nur weg aus dieser Firma, weg aus dieser Situation. Ohne Reflektion würde  Renate beim „weg von“ die alten Probleme einfach mitnehmen

Ich könnte natürlich weiterfragen, wie sie lernen könnte, mit ihrer Jobsituation zu leben. Doch ich merke schnell, dass das nicht fruchtet. Es ist schon zu viel im Unternehmen passiert. Sie will in dieser Firma nicht bleiben.

 

SCHRITT 2

Change ist – Ändere etwas

Ok. In Schritt 1 kam raus, dass ein Bleiben in der Firma langfristig nicht möglich ist. Also ist die Frage, ob Renate etwas ändern kann.
Ist Renate Opfer der Umstände oder ist sie handlungsfähig?
Was sind ihre Optionen, wenn sie bleibt?
Was müsste passieren, damit sie sich ein Bleiben in dem Unternehmen vorstellen könnte?
Inwieweit würde es etwas bringen, wenn Renate sich ändert?
Was müsste sie an ihrem Verhalten ändern?

 

SCHRITT 3

Leave it – Verlasse die Situation

Renate hat für sich beschlossen, dass für sie nur Schritt 3 in Frage kommt.
Am liebsten möchte sie sofort alles hinschmeißen. Doch sie ist Realist genug zu wissen, dass das keine gute Idee ist. Sie weiß, sie braucht einen Plan.

Folgende Fragen unterstützen sie:

  • Ist es das Aufgabengebiet, dass dir keinen Spaß mehr macht? Oder gibt es andere Gründe?
     
  • Was sind die Risiken, wenn du die Firma verlässt (10 Jahre + Betriebszugehörigkeit)? Auf was würdest du verzichten (Abfindung, Betriebsrente etc.)?
     
  • Welche Alternativen gibt es?
     
  • Wieviel Zeit gibst du dir?
     
  • Was willst du? Hast du eine genaue Vorstellung davon?
     
  • Welches Zeitlimit setzt du dir für die Umsetzung? Welche Fristen musst du einhalten?
     
  • Benötigst du Unterstützung?
     
  • Wer könnte dich unterstützen?
     
  • Wer sind die „Supporter“ in deiner Umgebung?
     
  • Wie gehst du mit Bedenkenträgern und Schwarzsehern um?
     
  • Was lässt du an Positivem zurück, wenn du gehst?
     
  • Wie kannst du dir die Zeit bis zum Verlassen der Firma erträglich gestalten?
     
  • Frage dich bevor du gehst, ist es ein „weg von“ oder „hin zu“ (siehe Schritt 1)

 

Love it. Change it. Leave it.

Es ist schon was Wahres dran. Runtergebrochen kommt‘s auf diese 3 Schritte an. Doch jeder für sich beinhaltet so viel mehr, als du zuerst vermuten würdest.

Veränderung braucht nun mal Zeit. Veränderung braucht Mut. Veränderung braucht aber auch den Willen Dranzubleiben. (Click-to-Tweet)

 

Ja, Veränderung braucht Zeit.

Ja, Veränderung braucht Mut. Nicht nur für den ersten Schritt. Sondern auch, wenn die ersten Bedenkenträger und Zauderer sich zu Wort melden.  

Ja, Veränderung braucht den Willen zum Dranbleiben. Den wirst du haben, wenn es DEIN Weg ist. Wenn du das wirklich willst. Wenn du spürst, dass es das richtige ist.

 

DAS SIND DIE ALTERNATIEN, WENN DU AN DER UNGELIEBTEN SITUATION NICHTS ÄNDERST

  • Du machst dich selbst zum Opfer. 
  • Du gibst die Verantwortung ab und irgendwann entscheiden andere oder die Umstände für dich.
  • Du verschwendest deine (Lebens-) Zeit und Energie mit Selbstmitleid und Jammern.
  • Du bist gefrustet und gibst anderen die Schuld an deinem Dilemma.
  • Du versuchst dich abzulenken, nur um nicht über dein tristes Dasein nachzudenken.

Möchtest du das? Oder lässt du dich auf das Abenteuer selbstbestimmtes, eigenverantwortliches Leben ein?

Was meinst du dazu? Hinterlasse doch einen Kommentar gleich unter dem Artikel. Vielen Dank.Bist du selbst gerade in einer Veränderungssituation und kommst du alleine nicht zurecht?
Dann hole dir Unterstützung. Ein Blick von außen wirkt oftmals Wunder.

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monika rörig. coach für frauen in männerdomänen

Mein Name ist Monika Rörig. Ich unterstütze und ermutige Frauen in Männerdomänen, sich auf ihre Art zu behaupten, ohne Kampfanzug und Co. Dafür selbstbewusst und mit Freude.
Für Frauen, die Mehr wollen. Mehr vom Job & Mehr vom Leben. Dabei begleite ich sie.

Mein Motto? Mach' dein Ding! - Dafür ist es nie zu spät.

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