Schaffe dir Ruhe-Inseln im Alltag

Gehörst du zu den Frauen, die immer im Stress sind, die nicht zur Ruhe kommen? Die den ganzen Tag aktiv sind und sich am Abend total ausgepowert fühlen?
Wie oft hältst du während des Tages ganz bewusst inne?  Ich habe das Gefühl, bei Entspannung denken wir automatisch an Wochenende und Urlaub. Dabei wäre es doch viel besser, bereits den Alltag entspannter anzugehen. Sich im Alltag kleine Ruhe-Inseln zu schaffen. Bei allen Dingen, die wir so besitzen, achten wir peinlichst darauf, dass sie immer genug Power und Energie haben (ich sage nur Smartphone). Bei uns selbst handhaben wir das oft ganz schön lax.

Ich hab mir mal so meine Gedanken gemacht, wo du dir eine kleine Ruhe-Insel vom Alltag gönnen könntest. Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Im Gegenteil, sie soll dich anregen, deine eigenen Ruhe-Inseln für dich zu finden und bewusst in deinen Alltag einzubauen.

Ideen für tägliche Ruhe-Inseln

1. Beginne den Tag mit Ruhe und Gelassenheit

die erste Tasse in Ruhe genießen

Wie beginnst du deinen Tag? Bist du schon genervt, wenn der Wecker klingelt? Quälst du dich aus dem Bett und bist grantig, weil die Nacht schon rum ist? Kommst du in Hektik, weil du wieder zu spät aufgestanden bist? Macht das Spaß?

Gehörst du zu denjenigen, die morgens langsam in Schwung kommen und nicht gerne aufstehen? Wie wäre es, wenn du den Wecker 5 Minuten früher klingeln lässt? Und in diesen 5 Minuten streckst du dich und überlegst dir, was heute ansteht. Versuche, nicht genervt zu sein, dass die Nacht schon rum ist. Sondern freue dich auf den Tag und darauf, was alles an Positiven auf dich wartet.

Oder bist du, so wie ich jemand, der leicht aufsteht?
Stell‘ doch deinen Wecker 15 Minuten früher. Und genieße die erste Tasse Kaffee/ Tee in aller Ruhe. Ich habe mir das angewöhnt und möchte es nicht mehr missen. Diese 15 Minuten gehören mir. Ich hänge meinen Gedanken nach und plane meinen Tag.

2. Baue regelmäßige Pausen in deinen Alltag mit ein

Mache regelmäßig Pausen. Ich werde nicht müde, das zu raten. Wir bilden uns ein, wir bräuchten nicht so viele Pausen. Doch das stimmt nicht. In der Bewegung kommen unsere Gedanken in Schwung. Du kommst aus deinem Trott raus und auf andere Gedanken. Noch dazu machst du was für deine Gesundheit und bewegst dich.

3. Nimm‘ dir die Zeit zum Essen

Nimm‘ dir ausreichend Zeit zum Essen. Setze dich zum Essen an den Tisch. Ohne Ablenkung. Also kein Smartphone, keine Zeitung, kein Fernsehen. Konzentrier dich auf’s Essen. Das hat mehrere Vorteile.
Zum einen bist du schneller satt, weil du nicht wahllos Essen in dich reinstopfst, zum anderen bekommt dein Körper das Signal „jetzt ist Pause“ und kommt zur Ruhe und es ist noch dazu gesünder.
Wir wären so gerne mult-tasking. Sind wir aber nicht. Der Mensch ist single-tasking.

4. Nimm‘ dir die Zeit zum Schreiben

Nimm' dir Zeit zum Schreiben

Wann hast du das letzte Mal einen Brief geschrieben? Keine E-Mail, SMS oder WhatsApp. Nein, einen richtigen, handschriftlichen Brief.
Besorge dir in einem gut sortierten Schreibwarengeschäft einen schönen Briefblock und schreibe an eine liebe Freundin einen handschriftlichen Brief. Dann warte ab, was passiert.

Ich habe letztes Jahr meine allererste Digital-Detox-Woche eingelegt. Also komplett offline. Kein Fernsehen, kein Telefon, Smartphone etc.
In dieser Woche habe ich auf einem schönen Büttenpapier einen Brief an meine beste Freundin geschrieben. So wie früher. Es war echt schön. Bereits das Schreiben hatte etwas Heilsames, Beruhigendes. Manche Dinge habe ich mir im wahrsten Sinne „von der Seele geschrieben“. Schon beim Schreiben hatte ich Spaß und ich hab mir überlegt, wie überrascht sie wohl ist, von mir einen Brief zu bekommen. Die ganze Aktion hatte fast einen therapeutischen Charakter.
Ein paar Tage später lag in meinem Briefkasten ein Brief. Handschriftlich. Von meiner Freundin. Das hatte ich nicht erwartet. Ich hab mich total gefreut. Ich hab mich mit dem Brief auf mein Sofa zurückgezogen. Das war für mich wie eine Ruhe-Insel im Alltag.

Du möchtest keinen Brief schreiben? Du schreibst nicht gerne und überhaupt? Kein Problem. Es gibt so viele schöne Postkarten mit tollen Sprüchen und Motiven. Warum kaufst du nicht eine schöne für deine Freundin. Du schreibst einfach nur die Adresse drauf und viele Grüße von …
Das geht doch auch, oder?

5. Geh‘ vom Gas und mach‘ mal langsamer

Halte öfter mal inne.

Versuch‘ doch mal, alles ein bisschen langsamer zu machen. Nimm‘ ein bisschen Tempo raus. Und schau‘ was passiert. Merkst du, wie die Hektik abnimmt?
Halte während dem Tag einfach mal inne. Ja, einfach so.
Wie das gehen soll, frägst du dich nun vielleicht? Am einfachsten und effektivsten mit dem Atmen. Versuche zum Beispiel gleich lang ein- wie auszuatmen. Atme ein und zähle dabei im Geiste bis fünf und dann atmest du aus und zählst wieder bis 5. Das machst du ein paar Mal und du wirst merken, wie du ruhiger wirst. Du glaubst das nicht? Na, dann los. Probier es jetzt aus.


Oder nimm‘ dir ein Beispiel an kleinen Kindern im Sandkasten. Es heißt, wenn kleine Kinder „scheinbar nichts tun“, dann arbeitet deren Gehirn auf Hochtouren und verarbeitet Erlebtes.

Wann gönnst du dir diese kleinen Auszeiten? Ja, du darfst das.
Weißt du, was noch passieren könnte, wenn du die Geschwindigkeit rausnimmst? Plötzlich wirst du achtsamer (Vorsicht „Mode-Wort“). Plötzlich fallen dir Dinge auf, die du vorher übersehen hast.
Regelmäßig im Frühling geht mir das so, wenn ich bei uns im Garten den ersten Krokus sehe. Das ist jedes Mal wie so ein kleiner Glücks-Flash. Ein kleiner bunter Punkt im Schnee (sofern es welchen hat).

Halte inne, schließe für ein paar Minuten die Augen und tagträume. Warum nicht?

6. Reduziere deinen Fernsehkonsum

Fernsehen macht dick, faul, dumm und depressiv.
Wie geht es dir nach den täglichen Nachrichten? Bist du motiviert und positiv gestimmt und fühlst du dich, als könntest du Bäume ausreissen? Glückwunsch. Bitte verrate mir, welche Nachrichten du anschaust.

Ich habe meinen Fernsehkonsum mittlerweile extrem reduziert. Ich schaue nicht jeden Tag die Nachrichten und bin trotzdem informiert.
Für mich gehört das Fernsehen zu den größten Zeitfressern und, was ich noch schlimmer finde, zu den größten Energiefressern.
Mach‘ einfach mal den Test. Ziehe dir an einem Abend die Nachrichten rein und dann diese menschenverachtenden Fernsehformate, deren einziges Ziel darin besteht, Menschen vorzuführen, zum Vergnügen der Zuschauer. Brot und Spiele für das 21ste Jahrhundert.

Am nächsten Abend verzichtest du mal auf die Nachrichten. Nein, keine Angst, du wirst nichts verpassen. Die wichtigsten News wirst du mitbekommen. Also, kein Fernsehen, sondern irgendeine andere Beschäftigung. Ein schönes Buch lesen, weggehen mit einer Freundin.

Nun vergleiche die beiden Abende. Wie hast du jeweils geschlafen? Wie ging es dir am Morgen?
Ich glaube ich weiß, wie das Experiment ausgeht.

7. Nimm‘ dir Zeit für die Menschen, die dir wichtig sind

Oft sind wir so in unserem Alltag eingebunden, dass wir wenig sensibel sind, was um uns rum passiert.
Nimm‘ dir Zeit für die Menschen, die dir wichtig sind.
Nimm‘ dir bewusst Zeit für deine Kinder. Nur du und deine Kinder. Ohne Ablenkung. Ohne Smartphone. Nimm‘ dir die Zeit – sie kommt nicht wieder.

Nimm‘ dir Zeit für deinen Partner. Gerade wenn ihr auch Kinder habt, dann ist die Gefahr groß, dass die Zeit zu zweit zu kurz kommt. Dabei ist es so wichtig. Redet nicht nur über Eure Kinder, sondern auch über Euch. Was bewegt dich, was nervt dich. Redet miteinander.

Kümmere dich um deine Eltern. Wenn sie nicht mehr da sind, ist es zu spät. Nutze die Zeit, die ihr noch habt.

Nimm‘ dir Zeit für die Menschen, die dir wichtig sind. Sie sind eine große Energiequelle. Das sind die Menschen, die dich auffangen, wenn’s mal nicht so läuft. Vergiß das nicht.

8. Mache ein Frauen-Wochenende

Dieses Ritual haben meine beste Freundin und ich seit unseren Studententagen. Kein Freund, kein Partner und Ehemann, nicht mal unsere Kinder können uns von diesem schönen alljährlichen Ritual abhalten. Manchmal fühlen wir uns gezwungen zu modifizieren. Dann besuchen wir uns gegenseitig (auch mal mit Kindern). Doch sofern wir es einrichten können, verschwinden wir für ein kleines exklusives Frauen-Wochenende zu zweit.
Das ist eines der genialsten Rituale bei mir. Dieses Wochenende mit meiner Freundin ist Gold wert. Nun solltet ihr wissen, dass meine Freundin nicht in München wohnt. Uns trennen 3, 5 h Fahrtzeit. Mal eben schnell hinfahren is‘ nich‘.
Natürlich telefonieren wir und sehen uns auch unterm Jahr. Doch dieses exklusive gemeinsame Wochenende, das gehört zu unseren Highlights. Das ist eine Top-Ruhe-Insel des Alltags und sehr zu empfehlen.

9. Gönne dir jeden Monat einen Tag nur für dich

Das solltest du dir wert sein.
Gönne dir jeden Monat diesen einen Tag.
Gehe schön frühstücken, gehe in die Sauna, besuche ein Museum, das du schon immer mal sehen wolltest, erweitere deinen Horizont, lass‘ dich inspirieren, gehe wandern, gönne dir einen exklusiven Termin bei der Kosmetikerin. Tue, was dir gut tut. Ohne Hektik, ohne Zeitdruck, ohne schlechtes Gewissen.

Jeden Tag bist du diejenige, die dir am Nächsten ist. Kümmere dich um dich. Umsorge dich. Das hat nichts mit Egoismus zu tun. Denn wie willst du dich um deine Lieben kümmern, wenn es dir selbst nicht gut geht? Um dein Auto und deine diversen Geräte kümmerst du dich doch auch, oder?

Nimm‘ dir an diesem Tag nichts anderes vor, als es dir gut gehen zu lassen.

10. Lerne von den Kindern

Wie oft fallen Kinder auf den Popo, bevor sie laufen lernen?
Wie oft erlaubst du dir, auf dem Allerwertesten zu landen? Machst du dann weiter, so wie die Kinder oder gibst du auf?

Ja, das Leben besteht aus Höhen und Tiefen. Das weiß ich aus eigener schmerzhafter Erfahrung. Ich weiß aber auch, dass nichts passiert, wenn du am Boden sitzenbleibst. Beiß‘ die Zähne zusammen und steh auf. Und wenn du das Ganze noch mit einem Lächeln krönst, dann wird’s einfacher.

Nimm‘ dich selbst weniger ernst. Nimm' das Leben nicht so bierernst.
Nimm‘ die Dinge nicht alle so bierernst. Wäge ab. Worüber regst du dich auf und warum? Ist es das wert?

Lache öfter. Das Leben wird mit Humor viel leichter.
Probier mal auf Kommando zu lächeln. Die Mundwinkel gehen nach oben. Und dann? Merkst du wie es dir gleich ein bisschen besser geht?

Was das mit Ruhe-Inseln zu tun hat? Wer mehr lächelt, der hat weniger Stress. Wer sich selbst nicht so bierernst nimmt,  hat weniger Stress. Wer das Leben nicht so bierenst nimmt, hat weniger Stress.
Wer weniger Stress hat, ist gelassener. Ok, vielleicht nicht eine klassische Ruhe-Insel. Trotzdem lass ich es hier stehen.

Apropos Kinder. Hier habe ich schon mal die 30 Punkte aufgeführt, die wir von Kindern lernen können.

11. Mache mehr von den Dingen, die dir gut tun ..

und reduziere die Dinge, die dich runterziehen …

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Welche Ruhe-Inseln hast du schon? Teile doch deine Erfahrungen und Tipps mit uns.


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Das bin ich. Monika Rörig.
Coach für mutige Frauen.

Mit Begeisterung zeige ich Frauen, dass es möglich ist, selbstbewusst und mit Freude das eigene Ding zu machen und dabei genau so weit zu gehen, wie sie es möchten. Beruflich und privat. Dabei begleite ich sie.


Mach‘ dein Ding!

Das ist mein Motto. Und dafür ist es nie zu spät.

 

 

Bildquelle & Fotografen:
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