Wie du gute Entscheidungen triffst - meine ultimativen Tipps

Fotograf: IppiciOokami

Entscheidungen zu treffen gehört zum Leben dazu. Jeden Tag entscheidest du dich viele Male. Das geht morgens los, wenn der Wecker klingelt. Du entscheidest dich aufzustehen, oder doch noch liegenzubleiben. Manche Entscheidungen haben keine weitreichenden Konsequenzen.

Die meisten der Entscheidungen treffen wir unbewusst. Sie gehören zu unserem Alltag einfach dazu. Oder es fällt uns leicht, uns zu entscheiden.

Dann gibt es Situationen, bei denen es dir schwer fällt, dich zu entscheiden.
Du zögerst die Entscheidung hinaus.
Du kannst oder willst dich jetzt nicht entscheiden.
Warum?
Weil dir noch Informationen fehlen, um eine gute Entscheidung zu treffen.
Weil du Angst vor den Konsequenzen hast.
Weil diese eine Entscheidung einen Rattenschwanz an Konsequenzen nach sich ziehen würde.
Weil du Angst hast, dass du diese Entscheidung bereuen könntest.

Wenn du dich nicht entscheidest, macht’s ein anderer für dich

Natürlich kannst du Entscheidungen regelmäßig vor dir herschieben. Was passiert dann? Entweder gar nichts, oder (abhängig von der Situation) ein anderer übernimmt die Entscheidung für dich.
Möchtest du das?

Erinnerst du dich noch, als du „endlich“ 18 Jahre alt warst? Was war denn das Reizvolle am offiziellen Erwachsen sein? Dass du endlich SELBST entscheiden konntest. Du musstest für Nichts mehr deine Eltern fragen.

Gehört es nicht zum Erwachsen sein dazu, dass man Entscheidungen trifft und für diese die Verantwortung übernimmt? Click-to-tweet

Sich vor Entscheidungen zu drücken ist nicht sehr erwachsen und auch nicht selbstbestimmt. Sich nicht zu entscheiden ist keine Lösung. Zumindest keine smarte.

Wie trifft man gute Entscheidungen?

Es gibt verschiedene Ansätze, wie man zu guten Entscheidungen kommt. Im Anschluss kommen die Punkte, die ich persönlich wichtig finde:

1. Werde dir bewusst, was du willst

Entscheidungen treffen

Je besser du weißt, was du willst, desto besser werden deine Entscheidungen sein. Denn wenn du genau weißt, was du willst, wirst du automatisch fokussierter sein.
Mit einem klaren Fokus, werden manche Optionen für dich gar nicht in Frage kommen.

Nun ist die Crux die, dass viele Menschen ganz genau wissen, was sie nicht (mehr) wollen. Und bei der Frage, was sie wollen, erst mal ins Grübeln kommen. Kennst du das auch?

Es kann ganz schön herausfordernd sein, herauszufinden, was man wirklich will. Das passiert nicht von jetzt auf gleich. Dafür brauchst du Zeit und Geduld. Wenn du bei der Frage hängen bleibst, dann hol‘ dir Hilfe. Lieber einmal investiert, als ewig suboptimale Entscheidungen treffen, weil du eben nicht weißt, was du willst.

2. Schreibe deine Gedanken zu der Entscheidung auf

Schreibe alles auf, was dir zu der bevorstehenden Entscheidung einfällt. Deine Zweifel, die „Für und Wider“-Punkte, einfach alles. Das kann die klassische Gegenüberstellungs-Liste sein.
Oder du probierst es mal mit einer Mind-Map:
In die Mitte eines Blattes schreibst du deine offene Frage. Drum rum schreibst du nun alle Punkte, die dir dazu einfallen. Klassischerweise umkreist du jeden Punkt.
Ich liebe Mind-Maps und nutze die für mich sehr viel, weil ich durch die visuelle Darstellung einen besseren Überblick über das Thema bekomme.

3. Was sagt dein Verstand, was sagt dein Gefühl?

Was sagt dein Verstand zu den Punkten? Was macht Sinn? Wie würdest du dich „aus ‘m Bauch raus“ entscheiden? Spiel die Möglichkeiten mal in Gedanken durch? Wie fühlen sich die einzelnen Optionen an?

Kannst du dich an Situationen in der Vergangenheit erinnern, wo du schon beim Entscheiden ein komisches Gefühl hattest? Und diese Entscheidung sich im Nachhinein als falsch herausgestellt hat?
Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Manche nennen es Intuition, Bauchgefühl oder 7. Sinn. Egal, wie du dazu sagst. Fakt ist, dass jeder diesen 7. Sinn besitzt. Nur die meisten sind sich dessen nicht mehr bewusst.

Stell‘ dir vor, du kommst nachts nach Hause. Du hast nun die Möglichkeit die Abkürzung durch den Wald zu nehmen (er ist nur spärlich beleuchtet) oder du wählst die hellere, längere Variante auf der Straße. Abends durch den Wald gehen hat für die meisten etwas Bedrohliches. Vielleicht gruselt es dich schon beim Lesen und Vorstellen? Siehst du, das ist so ein undefinierbares Gefühl. Es fühlt sich nicht richtig an.

4. Geh‘ ein paar Schritte raus

Geh‘ an die frische Luft. Lass‘ deine Gedanken treiben. Versuche, deinen Kopf frei zu bekommen. Ein gestresstes Gehirn kann nicht kreativ sein, noch kannst du im gestressten Zustand gute Entscheidungen treffen.

Falls dir nach der Bewegungs-Einheit noch Punkte einfallen, ergänze sie in deiner Mind-Map.

5. Nimm‘ dir Zeit

Bei großen Entscheidungen musst du dich in der Regel nicht sofort entscheiden. Also nimm‘ dir Zeit und schlafe nochmal eine Nacht drüber. Wie geht es dir, wenn du am nächsten an diese bevorstehende Entscheidung denkst? Was kommt an Gedanken hoch? Nimm‘ alles wahr.
 

6. Sprich‘ nochmal mit deinem Partner, mit deinen Freunden

Mir geht es hier um den Gedankenaustausch. Vielleicht kommen neue Aspekte hinzu, die du bisher außer Acht gelassen hast?
Entscheiden musst du dich schon selbst.
Ach so, ein Tipp noch: meide notorischen Schwarz-Sehern, Jammerern und Bedenkenträgern. Suche dir offene, optimistische Realisten, mit denen konstruktive Gespräche möglich sind.

7.  Die Angst und die Komfortzone reden auch mit

Bei großen Entscheidungen reden deine Angst und deine Komfortzone auch ein Wörtchen mit. Das Dream-Team, das wohl jeder von uns kennt. Oftmals kommen dir Kompromiss-Lösungen in den Sinn. Kennst du das?
Ist das wirklich eine gute Entscheidung, oder hält dich die Angst zurück, aus deiner Komfortzone rauszugehen?

8. Entscheide dich!

An diesem Punkt kommst du nicht vorbei. Treffe eine Entscheidung und stehe dazu.
Hör‘ auf, die eigene Entscheidung immer und immer wieder in Frage zu stellen. Sonst kommst du aus dieser Schleife nicht raus und es passiert wieder nichts. Außer Stress.

Laß‘ dich nicht überreden.
Entscheide selbst.
Laß‘ dir kein Hintertürchen offen (eigentlich wollte ich ja …).
Entscheide dich und stehe dazu.

Und wenn sich die Entscheidung als falsch herausstellt?

Ja, es gibt auch Entscheidungen, die man später bereut. Aber du entscheidest dich heute, mit dem Wissen von heute. Sollte sich die Entscheidung als unglücklich herausstellen, dann machst du eine Kurskorrektur. Die wenigsten Entscheidungen sind nicht reversibel.
Und denk' dran: Jeder Fehler, jede Fehlentscheidung ist auch eine Lernerfahrung.

Lieber einmal falsch abgebogen, als nie gestartet. Click-to-tweet

Hab‘ den Mut, übernehme die Verantwortung und entscheide dich.
Es ist dein Leben.
Mach‘ dein Ding!

Wie gehst du mit bevorstehenden Entscheidungen um? Was sind deine Tipps hierzu? Schreib' mir doch, ich freue mich, von dir zu hören: post@fokuswerkstatt.de oder nutze das Kommentarfeld (unter dem Artikel).

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Wer schreibt hier? Monika Rörig. Coach für mutige Frauen

Monika Rörig

Ich zeige Frauen, dass es möglich ist, selbstbewusst und mit Freude das eigene Ding zu machen und dabei soweit zu gehen, wie sie es möchten. Beruflich und privat. Dabei begleite ich sie.
Und mein Motto?

Mach' dein Ding - dafür ist es nie zu spät!

 

 

Bildquelle: pixabay
Fotografen: qimono und IppiciOokami