Wenn Geld keine Rolle spielen würde, ... dann

„Was würdest du tun, wenn Geld keine Rolle spielen würde?“
Diese Frage habe ich meinen Teilnehmern eines Perspektivenwechsel-Kurses gestellt. Ok, die Frage stammt nicht von mir, sondern ich habe sie vom Britischen Philosophen Alan Watts übernommen. Wie es heißt, hat er diese Frage seinen Studenten gestellt und war überrascht über deren Antworten. Die Studenten wären alle anderen Dingen nachgegangen, wenn Geld unbedeutend wäre.

Ich würde ein anderes Leben führen

Die Reaktionen in meinem Workshop waren sehr unterschiedlich. Die einen haben sich sofort auf diese Frage eingelassen. Andere wiederum wollten erst abklären, ob die Frage sich auf das private oder das berufliche Leben beziehen würde. Hm. Kann man das bei dieser Frage wirklich trennen?

Ich würde meinen Traum verwirklichen

Nach kurzer Zeit meinte eine Teilnehmerin: „Ich würde Psychologie studieren“. Ich habe sie daraufhin gefragt, was sie bisher davon abhalten würde, dies zu machen. „Meine 2 Kinder und mein Kontostand“, meinte sie wie aus der Pistole geschossen. Ok, Kinder und kein Geld. Die Klassiker unter den Totschlag-Argumenten. Ich habe selber 2 Kinder und sofort ging bei mir das Kopf-Kino los.

Welche Schritte bist du schon gegangen?

Trotzdem wagte ich mich weiter vor und fragte sie,

  • was sie denn schon dafür getan hätte, sich diesen Traum zu erfüllen?
  • Ob sie sich schon über mögliche Unis informiert hätte?
  • Welches die Zugangsvoraussetzungen wären?
  • Ob es Teilzeitmodelle gibt?
  • Evtl. Vergünstigungen, Ermäßigungen und und und.

Du ahnst es vielleicht schon. Die Teilnehmerin hatte auf keine der Fragen eine Antwort. Sie hat einen Traum, und ist übers Träumen nicht hinausgekommen. Sie gefällt sich in der Opferrolle. Sie hat ja schließlich Kinder und kein Geld.

Die Opferrolle ist out!

Echt jetzt, es nervt mich, wenn andere Menschen immer als Ausreden und Entschuldigungen herhalten müssen. Klar, es ist immer einfacher, den schwarzen Peter bei den Anderen oder den Umständen zu suchen. Aber ist das die Lösung?

Die erschreckende Erkenntnis

Zurück zu Alan Watts und seine Studenten.
Alan Watts kam zum Schluss, dass es doch absurd sei. Wir gehen Jobs nach, die uns keinen Spaß machen, um uns das Leben leisten zu können, dass wir nicht führen wollen. Und genau das leben wir unseren Kindern vor.

Diesen Satz solltest du dir mal auf der Zunge zergehen lassen. Am besten ich wiederhole ihn nochmal:

Wir gehen Jobs nach, die uns keinen Spaß machen, um uns das Leben leisten zu können, dass wir nicht führen wollen.
Und genau das leben wir unseren Kindern vor. Und unsere Kinder werden mal die Jobs machen, die ihnen keinen Spaß machen, um sich das Leben leisten zu können, das sie nicht führen wollen. Und genau das leben sie ihren Kindern vor …

 Wie sieht deine Antwort aus?

Aber warum stellst du dir nicht mal selbst die Frage:
Was würdest DU tun, wenn Geld keine Rolle spielen würde? Das ist keine Frage, die du in 5 Minuten beantworten kannst. Und mit einem „ich würde um die Welt reisen“ ist die Frage noch lange nicht beantwortet. Also nimm‘ dir wirklich Zeit:

Was würdest DU tun, wenn Geld keine Rolle spielen würde?

Würdest du der gleichen Tätigkeit nachgehen wie heute?
Wenn nicht, welche andere Tätigkeit wäre es?
Würdest du in der gleichen Firma arbeiten? Nein? Wo denn?
Würdest du deine Tage so verbringen, wie jetzt?
Hättest du die gleichen Freunde?
Sofern du in einer Partnerschaft lebst, wärst du mit deinem Partner zusammen?
Würdest du da leben, wo du heute lebst?

Was wäre anders?

Was also würdest du tun, wenn Geld keine Rolle spielen würde?
Warum drehst du jetzt den Spieß nicht um und frägst dich,

  • was von den Dingen, die ich verändern möchte, könntest du auch jetzt schon verändern?
  • Was bräuchte es dafür?
  • Was bräuchte ich dafür?
  • Was bräuchte es dafür?
  • Was davon setze ich schon um?
  •  Und was noch nicht? Warum nicht?
  • Was hält mich bisher davon ab?

Lass‘ mich raten. Dir fallen sofort 1000 Gründe ein, warum du jetzt noch nicht kannst? Mit den Gründen, warum etwas nicht klappen kann, sind wir schnell dabei, stimmt’s?

Dabei brauchen wir nur 1 Lösung, um was zu ändern

Aber statt uns zu überlegen, wie wir so einen scheinbar aussichtslosen Traum verwirklichen können, verschwenden wir lieber unsere Zeit und bemitleiden uns selbst.

Wie wäre es, wenn du dir die Fragen nochmal vornimmst?
Vielleicht gibt es ja doch etwas, was du heute (ohne großen Geldaufwand) schon machen kannst. Eine Internet-Recherche zum Beispiel. Welche Möglichkeiten gibt es?

Wir finden sofort 100 Gründe dagegen, dabei brauchen wir nur 1 Lösung, warum etwas doch klappen kann (Click-to-Tweet)

Gehst du den einfachen oder den mutigen Weg?

Der einfachere Weg ist immer, sich mit Ausreden (keine Zeit, kein Geld, Kinder etc.) herauszureden. Vordergründig ist das der einfachere Weg. Doch mittel- und langfristig?

Der mutige Weg ist der, genau hinzusehen und sich die Frage zu stellen, wie du ans Ziel kommen kannst.
Was kannst du heute schon tun?
Wer kann dich dabei unterstützen?

Nimm' dir die Zeit, über diese Fragen in Ruhe nachzudenken. Schnellschüsse können schnell nach hinten losgehen.

Wie immer freue ich mich über deinen Kommentar. Gleich unter dem Blogartikel.

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Monika Rörig

Wer bloggt hier eigentlich?

Ich bin Monika Rörig. Ich zeige Frauen, wie sie selbstbewusst und mit Freude "ihr Ding" machen und dabei soweit gehen, wie sie es möchten. Beruflich und privat. Dabei begleite ich sie.

Mein Motto?

Mach' dein Ding! - Dafür ist es nie zu spät.

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