Dankbarkeit, der Booster für Erfolg - unschlagbar und mächtig

Dankbarkeit - unterschätzt und missverstanden  Photo credit:  Tim Marshall at Unsplash

Dankbarkeit - unterschätzt und missverstanden Photo credit: Tim Marshall at Unsplash

Einen Tipp, den ich meinen Klientinnen und Mentees regelmäßig gebe ist, dankbar zu sein. Oft ernte ich erst mal Ungläubigkeit. “Dankbarkeit soll meine Situation verbessern? Ist das dein Ernst, Monika?”



Warum ist Dankbarkeit so mächtig?

Gelebte Dankbarkeit ist für mich der absolute Game-Changer. Vor ein paar Jahren hätte ich das vermutlich genauso belächelt, wie einige meiner Klientinnen, wenn sie das zum ersten Mal hören.


Ein bisschen dankbar sein, soll mein Leben verändern? Echt jetzt? Nun, ich habe diesem Ansatz eine Chance gegeben und heute, nach etlichen Monaten des Selbstversuchs und vielen Klientinnen kann ich sagen:



Dankbarkeit verändert dein Leben

Wenn du mit einer dankbaren Einstellung dem Leben begegnest, kannst du alle Situationen verändern. Du kannst dich selbst aus der Negativspirale herausziehen und auch der Angst trittst du mutig entgegen? Du kannst das noch nicht greifen? Einen Augenblick, weiter unten gebe ich dir meine Erkenntnisse mit Beispielen.

Dankbarkeit ist der Samen für Hoffnung und Freude.


Dankbarkeitstagebuch? Sinn oder Unsinn?

Du hast vielleicht schon davon gehört, dass du ein Dankbarkeitstagebuch führen sollst. Das war auch mein Einstieg. Und so habe ich pflichtbewusst jeden Tag 3 - 10 Dinge aufgeschrieben, für die ich dankbar bin.

Hatte sich dadurch mein Leben verändert? Nicht wirklich. Es war nur ein weiterer Punkt auf meiner To-Do-Liste. Es war mehr Pflicht, als Kür. Es hat sich nicht gut angefühlt. Und somit war ich beim springenden Punkt: Gefühl!



Fühle deine Dankbarkeit

Einfach nur Punkte runter schreiben, für die du dankbar bist, bringt nicht viel. Erst wenn du diese Dankbarkeit wirklich fühlst, verändern sich Situationen, Beziehungen und Erlebnisse in deinem Leben.

Bleibe dran - Dankbarkeit ist keine Eintagsfliege

Mit einmal dankbar sein ist es nicht getan. Du brauchst Durchhaltevermögen (zumindest am Anfang). Je öfter du Dankbarkeit praktizierst, desto mehr veränderst du deine Haltung und früher oder später geht es dir in Fleisch und Blut über.

Blicke in die Zukunft

Sei auch dankbar für Dinge, die du dir wünschst, die jedoch noch nicht eingetreten sind.
Natürlich darfst du dann auch in Aktion treten. Alleine vom Wünschen fällt dir z. B. die neue Führungsposition nicht vor die Füße. Es ist klar, dass du dich entsprechend bewirbst, dein Netzwerk fragst und Gespräche führst. Vorher schon für die neue Rolle dankbar zu sein, schaltet den Turbo ein.


Für diese Dinge kannst du dankbar sein

  1. Liebe Menschen in deinem Leben
    Denke an drei Freunde in deinem Leben, die dir ein Lächeln auf die Lippen zaubern. Welche Situation hast du mit diesen Menschen erlebt. Fühle nochmal nach und genieße es.


  2. Du kannst sehen!
    Wenn du diese Zeilen liest, heißt das, du kannst sehen. Was für ein einzigartiges Geschenk! Auch wenn du eine Brille oder Lesehilfe benutzt, dennoch kannst du sehen. Nimm’ dir Zeit und sei dankbar dafür, was du gerade alles siehst.


  3. Du bist talentiert
    Welche Dinge gehen dir leicht von der Hand? Vielleicht bist du eine begnadete Sängerin? Oder du bist super im Erklären. Sei dankbar für deine Talente, die du einfach hast.


  4. Genieße die frische Luft
    Nimm’ einen tiefen Atemzug. Spürst du, wie sich deine Lunge mit frischer Luft füllt? Und gleich nochmal. Es ist genug da. Fülle pur.


  5. Gehe raus in die Natur
    Gehe mit offenen Augen nach draußen. Jede Jahreszeit ist faszinierend. Gerade ist Frühling. Siehst du, wie die Blumen und Sträucher erblühen. Ist das nicht unglaublich? Sieh’ dich bewusst um und wertschätze, was unsere Natur an Wunder bereit hält.


  6. Nimm dich in den Arm
    Sei dankbar für deinen Körper. Noch so ein Wunderwerk. Wertschätze deinen Körper.


  7. Lache aus vollem Herzen
    Denke an Situationen, die dich zum Lachen bringen. Wann hast du zum letzten Mal Tränen gelacht? Hole dir diese Situation wieder vor dein geistiges Auge und erlebe es nochmal. Genieße es!


  8. Werde still
    Konzentriere dich auf die Geräusche in deiner Umgebung. Schließe die Augen, wenn dir das hilft, dich zu konzentrieren. Was hörst du? Ich höre gerade das Ticken des alten Regulators. Das beruhigt mich. Draußen höre ich Vögel zwitschern. Was hörst du gerade?


  9. Welche Bücher haben dich zuletzt begeistert?
    Was daran hat dich inspiriert? Sei dankbar für die schönen Stunden des Lesegenusses. Sei dankbar für neue Erkenntnisse und Inspirationen. Sei dankbar für die Autor:innen, die diese für dich wichtigen Zeilen geschrieben haben.


  10. Tägliche Routinen
    Welche täglichen Routinen geben dir ein Glücksgefühl? Ist es die erste Tasse Kaffee oder Tee am Morgen? Ist es die Umarmung deiner Kinder und/ oder Partner:in? Ist es der Spaziergang mit deinem Hund oder die morgendliche Dusche?


  11. Was war die letzten Tage wunderbar in deinem Leben?
    Was ist die letzten Tage Schönes in deinem Leben passiert? Nur Geduld, je mehr du dir diese Frage stellst, desto mehr hast du deinen Fokus auf die guten Dinge in deinem Leben. Vielleicht hattest du ein schönes Telefongespräch mit eine:r Kolleg:in? Ein schöner Spaziergang?


  12. Denke an deine Erfolge
    Was ist dir in deinem Leben gelungen? Was hast du erreicht? Denke vor allem auch an die kleinen Schritte, die baby-steps. Freue dich daran.


  13. Denke an deinen letzten Urlaub
    Welche Situationen sind dir noch in Erinnerung. Erlebe sie nochmal mit allen Sinnen.


  14. Welches ist deine Lieblingsmusik?
    Auch dafür kannst du dankbar sein. Sei dankbar, dass du hören kannst. Sei dankbar für die Songschreiber:innen und Interpret:innen. Sei dankbar für die Technik, die es dir möglich macht, die Musik überall zu hören.


  15. Wer hat dich inspiriert, ermutigt, gefördert?
    Denke an Menschen, die dir auf deinem Weg geholfen haben. Wer hat dich gefördert? Wer hat dir Mut zugesprochen? Wer hat dich getröstet, wenn du gefrustet warst und dich ermutigt, weiter zu machen? Sei dankbar für diese Begleitung.


  16. Was riechst du gerne?
    Ist es ein Parfum, das dich sofort in gute Laune versetzt? Oder die selbstgemachte Lasagne? Oder sind es bestimmte Blumen mit ihrem betörenden Geruch?
    Sei dankbar für deine Nase und die Fähigkeit, die unterschiedlichen Gerüche aufzunehmen.


  17. Wer ist dein:e beste:r Freund:in
    Denke an diese eine Person. Welche Situationen habt ihr zusammen erlebt oder vielleicht auch durchgestanden. Was magst du an ihr/ ihm besonders. Sei dankbar, dass du diese Person in deinem Leben hast.


  18. Du darfst lernen
    Du kannst lesen und schreiben. Du hast gelernt, dich auszudrücken. Du durftest in die Schule gehen. Mit Google & Co. steht dir unglaubliches Wissen zur Verfügung. Sei dankbar, dass du jederzeit lernen kannst und dich weiterentwickeln kannst. Seit Homeschooling möchte ich Google, YouTube & Co. nicht mehr missen. Was für ein Geschenk!


  19. Du bist verbunden
    Du hast eine Internetverbindung und bist verbunden. Ist diese Technik nicht genial? Social Media gibt uns die Möglichkeit, uns zu vernetzen. Das Internet hat Tore geöffnet (ja, es gibt auch Nachteile, doch aus meiner Sicht überwiegen die Vorteile).


  20. Welche Dinge erleichtern dir deinen Alltag?
    Vieles nehmen wir als selbstverständlich an. Zeit, da mal genauer hinzusehen.
    Ich bin zum Beispiel unglaublich dankbar für die stabile Internetverbindung und für das heiße Wasser (vor allem seit an einem Wochenende unsere Heizung ausgefallen ist). Vielleicht ist es der Aufzug in deinem Haus oder der Tiefgaragenstellplatz oder dein Fahrrad?


  21. Wann hast du zuletzt jemanden zum Lachen oder Lächeln gebracht?
    Denke an die Person und die Situation zurück und erfreue dich nochmal daran.


  22. Wer hat dich zuletzt zum Lachen oder Lächeln gebracht?
    Hol dir die Situation nochmal in Erinnerung. Merkst du, wie sich automatisch deine Mundwinkel nach oben ziehen? Genieße es!


  23. Wen könntest du heute zum Lachen oder Lächeln bringen?
    Wie wäre es denn damit? Ist das nicht ein schöner Vorsatz? Was meinst du?


  24. Welche Tradition:en liebst du?
    Gibt es eine Tradition, die du lebst und liebst? Bei uns ist der Brunch am Wochenende zu einer lieb gewordenen Tradition geworden. Immer wenn wir vom Urlaub heimkommen, bestellen wir uns eine Pizza. Alleine, wenn ich daran denke, muss ich schmunzeln.
    Welche Traditionen pflegst du?


  25. Auf was freust du dich?
    Was sind deine nächsten Schritte und Ziele? Ja, im Moment wird unser Leben immer noch von Corona bestimmt. Umso wichtiger ist es, sich jetzt bewusst auf Dinge, die du machen möchtest, zu freuen.
    Mit meinen Kindern habe ich mir kürzlich ausgemalt, in welche Restaurants und Biergärten wir gehen, wenn es wieder uneingeschränkt möglich ist. Wir haben uns den Atlas geschnappt und nach möglichen Urlaubszielen gesucht. Alleine das Visualisieren, das Träumen und drüber sprechen, hat uns in eine unglaubliche Energie versetzt.

Du siehst, es gibt unglaublich viel, für das wir täglich dankbar sein können. Auch und gerade während Corona. Du wirst sehen, dass sich dein Leben verändern wird, wenn du mehr Dankbarkeit in dein Leben lässt. Die Veränderungen passieren nicht unmittelbar, sondern zeigen sich über die Zeit.

Dankbarkeit ist keine Übung, die du pflichtbewusst täglich machst, sondern eine Haltung.
— Monika Rörig

Lass dich darauf ein und beobachte, wie sich dein Leben verbessern wird. Und vergiss nicht, mir davon zu berichten. Hinterlasse mir auch gerne einen Kommentar, wenn dich mein Artikel inspiriert, (noch) dankbarer zu sein.

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