Tipps, wenn dir mal wieder der Mut fehlt

Wort COURAGE in Grafiti-Schrift

foto: oliver cole, unsplash

 

„Dazu fehlt mir der Mut“, das hat kürzlich eine Klientin im Coaching gesagt. Und gleich noch ein „Ich bin so ein Angsthase“ hinterhergeschoben.

Stimmt das? Ist man ein Angsthase, wenn einem zu etwas (noch) der Mut fehlt? Ich finde nicht. Denn dieses Eingeständnis meiner Klientin war schon der erste Schritt. Viel einfacher ist es doch, Ausreden vorzuschieben. Die Auswahl an solchen ist bekanntermaßen unerschöpflich:

“Das geht jetzt noch nicht“, „Ich bin noch nicht gut genug“, „Mir fehlt noch diese Zusatzausbildung“, „Das klappt sowieso nicht“, „Ich hab gar keine Zeit“, "Ich muss erst noch ein paar Jahre den Job machen, bevor ich an eine Beförderung denken kann", „Was denken denn dann die Anderen“ etc.

Kommt dir die eine oder andere Ausrede bekannt vor?

 

Die Barriere, die zwischen dir und deinen Wünschen steht

Was ist es nun, dass dich daran hindert, mutig zu sein?
Warum fehlt es dir manchmal am Mut?
Was ist die Barriere, die dich zurückhält, das zu tun was du machen willst?
Es ist deine Komfortzone. Nicht mehr. Nicht weniger.


Gewohnheiten, Everybodys Darling

Wir Menschen sind Gewohnheitsliebhaber. Deswegen hängen wir an unserer Komfortzone. Da fühlen wir uns wohl. Alles ist vertraut und gewohnt. Sie gibt uns Sicherheit, Geborgenheit und Schutz. Leider keine Abenteuer. Die finden außerhalb statt. Spannung und Überraschungen auch.

Wir lieben Gewohnheiten. Deswegen ist es so schwierig, Gewohnheiten zu verändern. Denn das bedeutet raus aus der Kuschel-Komfortzone. Alles „beim Alten lassen“ ist da schon viel einfacher und bequemer.

Veränderung ist unbequem. Warum sollten wir die vertraute Sicherheit aufgeben? Noch dazu ohne Garantie? No way. Wenn wir ehrlich mit uns sind, mischt ganz oft eine gehörige Portion Angst mit.

Also doch in der Komfortzone bleiben, sich passende Ausreden zurechtlegen und sich diese einreden (bis man’s selber glaubt) und nichts tun?
Ist das die Alternative? Einfach so dahinleben und die eigene Verantwortung abgeben? ("Was hätte ich denn machen sollen", "Ich war doch", "Ich musste doch…" etc )

 

Mut

Meine Lieblingsübersetzung für MUT ist Machen Und Tun.
Mutig sein heißt, die Komfortzone hinter sich zu lassen und Dinge zu tun, die man vorher nicht gemacht hat. Außerhalb der Komfortzone. Es heißt, manche Gewohnheiten abzulegen, seinen Hintern hochzubekommen, die Bequemlichkeit hinter sich lassen und auch seine Ängste.

 

Klingt nach Arbeit, anstrengend und wenig sexy


Trotzdem gibt es Gründe, die es wert sind, mutiger zu werden:

  • Die Wahrscheinlichkeit, deine Wünsche und Bedürfnisse zu erfüllen, sind viel höher. Wenn du nichts machst, wird gar nichts passieren.

  • Du wirst angstfreier werden. Denn wenn du es einmal geschafft hast, dich deiner Angst zu stellen, wird es beim nächsten Mal einfacher werden.

  • Der Stolz, wenn du all deinen Mut zusammengenommen hast und etwas trotz deiner Zweifel und Ängste machst, ist beflügelnd

  • Abenteuer und Überraschungen werden in dein Leben kommen.

  • Du wirst selbstbestimmter leben und freier. Du übernimmst die Verantwortung.

Zwischen dir und deinen Wünschen und Bedürfnissen liegt deine Komfortzone. Wenn du es nicht schaffst, deine Kuschelzone zu verlassen, werden deine Wünsche immer Träume bleiben. Unerfüllt und unerreichbar weit weg. Möchtest du das?

 

Was also tun?

Das Zauberwort heißt Selbstüberwindung.
Du kannst es drehen und wenden, wie du willst. Wenn du es nicht schaffst, dich selbst zu überwinden, werden deine Träume nur Träume bleiben. Vermutlich wirst du viele Begründungen und Erklärungen finden, warum du es nicht versucht hast (siehe die Ausreden oben).

 

Was motiviert dich?

Der Wunsch, dein Ziel zu erreichen, deinen Wunsch zu erfüllen muss so groß sein, dass du diesen ersten Schritt aus deiner Komfortzone rausmachst. Solange du die Ausreden den Ton angeben lässt, ist der Wunsch wohl noch nicht dringend genug. 

Es geht um deine Motivation. Was ist dein Motiv? Je stärker dein Wunsch nach Erfüllung deines Ziels ist, desto größer ist deine Motivation. Je größer deine Motivation, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass du all' deinen Mut zusammennimmst und dich überwindest. Wetten?

 

Wie geht das?

In kleinen Schritten und durch üben, üben, üben (oder machen und tun). Und zwar mit Situationen, die dir eher unangenehm sind. Situationen, die dir schwer fallen, die dich Überwindung kosten.

Was das bei dir genau sein kann, weißt du selbst am besten.
Aber hier ein paar Beispiele:

  • Grenzen setzen

  • Nein sagen, auch auf die Gefahr hin, dass es zur Diskussion kommt

  • Deine eigene Meinung vertreten und dazu stehen

  • Einen anderen Weg zur Arbeit nehmen

  • Auf Fremde zugehen

  • Alleine auf Netzwerktreffen gehen, bei denen du erst mal niemanden kennst

  • Missstände ansprechen

Was ist es, dass dich Überwindung kostet? Fange im Kleinen an. Übe täglich. Bringe dich selbst in Situationen, in denen du dich überwinden musst. Du wirst sehen, dass du so immer mutiger wirst. Nicht sofort, nicht über Nacht, aber Schritt für Schritt.

Du hättest gerne Unterstützung dabei und du möchtest lernen, wie du dich besser abgrenzt und lernst Nein zu sagen? Hol dir meinen Unboxing-Call.


Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende.
— Demokrit

Ist ein selbstbestimmtes, glückliches Leben zu führen nicht Anreiz genug, sich selbst zu überwinden? Was meinst du dazu? Wo hast du dich schon mal überwunden und wie waren deine Erfahrungen?

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