Bessere Entscheidungen treffen - Meine erprobten Tipps

FOTO: Edgar Castrejon @ unsplash

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„Ich habe Angst, die falsche Entscheidung zu treffen“, sagte kürzlich eine Klientin zu mir. „Und was genau wäre die falsche Entscheidung?“, fragte ich zurück. „Na ja, wenn ich mich jetzt entscheide, die Firma zu verlassen und es dann doch bereue.“

Solche Gespräche führe ich öfter, egal ob in Workshops oder meinen Einzelcoachings. Dieses „sich entscheiden“ ist für viele ein großes Hindernis.

 

Warum ist das so? Vielleicht liegt es in der Natur der Menschen, sich ein Hintertürchen offen zu lassen. Sich zu entscheiden heißt schließlich, sich festzulegen und die andere Option loszulassen. Das ist nicht immer einfach, auch für mich nicht. Deshalb möchte ich dir hier meine erprobten Tipps weitergeben.

WIE DU BESSERE ENTSCHEIDUNGEN TREFFEN KANNST

Es soll in diesem Blog-Artikel um weitreichende Entscheidungen gehen und nicht darum, ob du das rote oder das grüne Paar Schuhe kaufst (das war jetzt sehr klischeehaft, ich weiß).

Ein paar Punkte möchte ich gerne noch ansprechen, bevor ich dir meine Tipps gebe:

  • Wenn du dich nicht entscheidest, machen es andere für dich
    Mir ging das vor Jahren selbst so. Ich war schon länger unzufrieden in meinem Job, wollte aber die Sicherheit nicht aufgeben. Dann wurde die Firma verkauft und ein Großteil der Münchner Kollegen haben die Kündigung bekommen, inklusive mir.
    Sich selbst zu entscheiden ist immer angenehmer, als vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden.

  • Entscheidungen zu treffen bedeutet, Verantwortung zu übernehmen!
    Auch eine Tatsache, die immer gerne verdrängt wird. Wer Entscheidungen trifft, übernimmt Verantwortung für sein Leben. Und niemand außer dir selbst hat die Verantwortung über dein Leben.


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eine liste mit 10 tipps für entscheidungen
  1. Schaffe dir Klarheit

    Mit der eigenen Klarheit beginnt alles. Wenn du nicht weißt, was du willst, kannst du keine guten Entscheidungen treffen. Dann wirst du ad hoc entscheiden, ohne weiter drüber nachzudenken.
    Übrigens, wenn du gerade in einer Situation bist, wo dir deine Klarheit fehlt, dann schau mal, ob mein Klarheits-Booster das Richtige für dich ist.

  2. Verschaffe dir einen Überblick

    Schreibe dir alle Punkte auf, die zu der bevorstehenden Entscheidung gehören. Deine Zweifel, die Vor- und Nachteile, einfach alles.
    Stelle die Für- und Wider-Punkte gegenüber.

    Oder du probierst es mal mit einer Mind-Map:
    In die Mitte eines Blattes schreibst du deine offene Frage. Drum rum schreibst du nun alle Punkte, die dir dazu einfallen. Wichtig ist, dass du erst mal nur alles notierst, was dir dazu in den Sinn kommt. Bewerte nicht.
    Ich liebe Mind-Maps und nutze die für mich sehr viel, weil ich durch die visuelle Darstellung einen besseren Überblick über das Thema bekomme.

  3. Was sagt dein Bauchgefühl?

    Was sagt dein Verstand zu den Punkten? Was macht Sinn?
    Wie würdest du dich „aus ‘m Bauch raus“ entscheiden? Spiel die Möglichkeiten mal in Gedanken durch? Wie fühlen sich die einzelnen Optionen an?

    Kannst du dich an Situationen in der Vergangenheit erinnern, wo du schon beim Entscheiden ein komisches Gefühl hattest und diese Entscheidung sich im Nachhinein als falsch herausgestellt hat?
    Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Manche nennen es Intuition, Bauchgefühl oder 7. Sinn. Egal, wie du dazu sagst. Fakt ist, dass jeder diesen 7. Sinn besitzt. Nur die meisten sind sich dessen nicht mehr bewusst.

    Eine gute Möglichkeit ist auch, eine Münze zu werfen. Kopf bedeutet Option A, Zahl bedeutet Option B. Du wirfst die Münze und achtest ganz genau auf das erste Gefühl, wenn du auf die Münze schaust.

    Vielleicht klappt das nicht beim ersten Mal. Wenn du aber anfängst, wieder mehr auf dein (Bauch-) Gefühl zu achten, wird dir das immer leichter fallen.


  4. Komme in Bewegung

    Geh‘ an die frische Luft. Lass‘ deine Gedanken treiben. Versuche, deinen Kopf frei zu bekommen. Ein gestresstes Gehirn kann nicht kreativ sein, noch kannst du im gestressten Zustand gute Entscheidungen treffen.
    Falls dir nach der Bewegungs-Einheit noch Punkte einfallen, ergänze sie in deiner Mind-Map.

  5. Nimm’ dir die Zeit

    Bei großen Entscheidungen musst du dich in der Regel nicht sofort entscheiden. Also nimm‘ dir Zeit und schlafe nochmal eine Nacht drüber.

    Wie geht es dir, wenn du am nächsten Tag an diese bevorstehende Entscheidung denkst? Was kommt an Gedanken hoch? Nimm‘ alles wahr.

  6. Rede mit vertrauten Personen

    Mir geht es hier um den Gedankenaustausch. Vielleicht kommen neue Aspekte hinzu, die du bisher außer Acht gelassen hast? Hol’ dir einen wertschätzenden Eindruck von außen. Entscheiden musst du dich schon selbst.


    Ach so, ein Tipp noch: meide notorische Schwarz-Seher, Jammerer und Bedenkenträger. Wie du mit Energiesaugern umgehst, erfährst du hier. Suche dir offene, optimistische Realisten, mit denen konstruktive Gespräche möglich sind.

    Hier kommst du zu meiner Facebook Gruppe. Auch ein guter Ort um sich auszutauschen und Rat zu holen.

  7. Stell’ dich deinen Ängsten

    Gerade wenn es um größere Entscheidungen geht, reden auch deine Ängste mit. Sie wollen dich vor möglichem Schmerz bewahren. Lieber alles beim Alten lassen. Du weißt ja, die Sache mit dem Spatz in der Hand und der Taube auf dem Dach.

    Fängst du an, einen faulen Kompromiss einzugehen, aus Angst vor Veränderung? Hier darfst du nochmal genau hinschauen und auch nochmal deine Ziele (siehe Punkt 1 Klarheit) mit einbeziehen.

  8. Und am Ende heißt es: eine Entscheidung treffen

    Das nimmt dir niemand ab. Ich habe mal folgenden Tipps bekommen, den ich gerne an dich weitergeben möchte:

    Es ist völlig egal, wie du dich entscheidest. Aber entscheide dich. Wenn du eine Entscheidung getroffen hast, dann stehe dazu und ziehe es durch. Höre auf, immer wieder darüber nachzugrübeln, was wäre, wenn du damals anders entschieden hättest. Denn damit verlagerst du deinen Fokus wieder auf Plan B, statt bei Plan A zu bleiben.


  9. Akzeptiere, dass Entscheidungen treffen nicht ohne Risiko ist

    Und was ist, wenn sich deine Entscheidung im Nachhinein als falsch herausstellt? Ja, auch das passiert. Ist mir auch schon passiert. Dann korrigiere die Richtung, die du eingeschlagen hast. ich habe mich in meinem Leben mehr als einmal rückblickend falsch entschieden. Doch zum Zeitpunkt des Entscheidens, waren meine Entscheidungen ok. Wir verändern uns, die Gegebenheiten verändern sich.

    Fatal wäre nur, sich aus Angst vor Fehlentscheidungen gar nicht mehr zu entscheiden. Dann entscheiden nämlich Andere für dich.


  10. Jede Fehlentscheidung ist zumindest eine Lernerfahrung

    Sehe es positiv. Wir lernen am Meisten aus Fehlern.
    Den schlimmsten Fehler, den du machen kannst, ist, Entscheidungen unnötig hinauszuzögern.

 

MEIN FAZIT

Es gibt Situationen, in denen es uns nicht leicht fällt, Entscheidungen zu treffen. Wir sollten jedoch immer im Blick haben, dass Verantwortung übernehmen heißt, Entscheidungen zu treffen.


WAS SIND DEINE ERFAHRUNGEN?

Wie sind deine Tipps, um Entscheidungen zu treffen? Fällt es dir generell leicht oder schwer? Was hilft dir am Meisten?

Ich freue mich über deinen Kommentar unter dem Artikel. Ebenso über dein Like/ Teilen. Die entsprechenden Buttons "Like" und "Share" findest du ganz unten. Herzlichen Dank.

Bis bald.
Deine Monika aus der FOKUSWerkstatt



WER BLOGGT HIER?

bild von monika rörig

Ich bin Monika Rörig. Ich unterstütze und ermutige Frauen in Männerdomänen, sich auf ihre einzigartige Art zu behaupten, ohne dabei kämpferisch zu sein, sondern selbstbewusst und mit Freude. Für Frauen, die Mehr wollen. Mehr vom Job - Mehr vom Leben. Hier kommst du zu meinen Angeboten für Frauen.

Außerdem arbeite ich mit Unternehmen in Männerdomänen zusammen und biete Workshops, Coachings und (Impuls-) Vorträge an. Zu meinen Angeboten für Unternehmen geht es hier entlang.

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