Tabuthema Mental Health: Über psychische und mentale Gesundheit am Arbeitsplatz sprechen

Eine scheinbar erschöpfte Frau liegt mit geschlossenen Augen in einem violetten Blütenmeer. Es geht darum, seine mental health zu schützen

Photo Credit: Jayson Hinrichsen @Unsplash

Priorisiere deine psychische Gesundheit

Der moderne Arbeitsplatz kann ein hektisches und stressiges Umfeld sein. Lange Arbeitszeiten, knappe Fristen, unendliche eMails und Meetings, die scheinbar kein Ende nehmen und dann noch alles, was zu unserer modernen VUKA-Welt gehört.

Kein Wunder, dass immer mehr Menschen Druck spüren und an ihre Grenzen stoßen. Erschöpfung, Angstzustände und Depressionen können die Folge sein.

Dennoch scheint Mental Health immer noch ein Tabuthema am Arbeitsplatz zu sein. Mit fatalen Folgen. Denn nur, weil nicht darüber gesprochen wird, heißt es noch lange nicht, dass es diese Erkrankungen nicht gibt.

Dabei gibt es einfache und wirkungsvolle Strategien, die dir helfen können, in deinem Job fit und produktiv zu bleiben. Und vor allem auch für deine Teammitglieder ein Vorbild zu sein.

In diesem Artikel gebe ich dir einige meiner Tipps, damit du persönlich und beruflich erfolgreich und gesund sein kannst.

Wenn du Schwierigkeiten hast, mit den Anforderungen deines Jobs zurechtzukommen, lies hier weiter, um praktische Ratschläge und Erkenntnisse zu erhalten, die dir helfen können, ausgeglichen und erfüllt zu bleiben.


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    Stressfaktoren am Arbeitsplatz und ihre Auswirkungen auf deine Psyche

    Ist dein Arbeitsplatz ein quälender Ort? Vollgestopfte Terminkalender, starke Arbeitsbelastung und ständige Unterbrechungen? Fühlst du dich immer öfter überfordert?

    Spätestens dann sollten bei dir alle Alarmglocken angehen. Die Auswirkungen  auf dein Wohlbefinden können vielfältig sein: Schlafstörungen, Angstzustände, Depressionen und sogar körperlichen Beschwerden, um nur einige zu nennen.

    Einer der häufigsten Stressfaktoren ist die übermäßige Arbeitsbelastung. Wie willst du deine Aufgaben effektiv und effizient erledigen, wenn du ständig von eMails und Anrufen oder Kolleg:innen, Teammitgliedern unterbrochen wirst?

    Dieser ständige Druck, Fristen einzuhalten führt zu nervlicher Belastung.

    Ein weiterer Faktor kann fehlende Unterstützung und fehlendes Feedback sein. Dieses Gefühl den Anforderungen nicht gerecht zu werden, macht dich mürbe und kann im schlimmsten Fall zu Angstzuständen oder Burnout führen.

     

    Anzeichen von Burnout und wie du ihn vermeidet

    Burnout ist ein Zustand der emotionalen Erschöpfung, der durch übermäßigen Druck am Arbeitsplatz verursacht wird.

    Es kann zu einem Gefühl der Entfremdung und Desillusionierung führen und kann sich auch auf deine Fitness auswirken.

    Die Symptome können von Person zu Person unterschiedlich sein, aber zu den häufigsten gehören Niedergeschlagenheit, Gereiztheit, Schlafstörungen und ein Gefühl der Hoffnungslosigkeit.

    Achte auf Warnsignale. Wenn du das Gefühl haben, dass du überfordert bist oder dass du keinen Sinn in deiner Arbeit siehst, nimm dir Zeit, um deine Prioritäten zu überdenken. Was kannst du nun konkret tun?

    • Mache dir bewusst, welche Aufgaben du zu erledigen hast und wieviel Zeit dir dafür zur Verfügung steht (Ist-Analyse)

    • Welche Aufgaben musst du ausführen und was kannst du delegieren?

    • Wer kann dich unterstützen?

    • Gibt es einen realistischen Zeitplan oder sind die Erwartungen überzogen?

    • Setze Prioritäten und fokussiere dich erst auf die wichtigsten Aufgaben

    • Hol dir immer wieder Feedback von deiner Führungskraft. Wenn du niemanden über dir hast, hol dir eine Mentorin oder Mentor mit der/ dem du im Austausch bist

    • Verwende eine ToDo-Liste, um deine Aufgaben zu organisieren oder arbeite mit einer Mindmap

    • Vermeide Multitasking. Es ist erwiesen, dass du durch Multitasking weniger produktiv bist und dein Stresslevel steigt

    • Mache regelmäßig Pausen. Verlasse deinen Arbeitsplatz und gehe ein paar Minuten vor die Tür oder mache am Platz Dehnübungen oder schließe einfach kurz die Augen 

    Dies sind alles effektive Dinge, die du umsetzen kannst, um deine Arbeitsbelastung zu minimieren.

    Wie wichtig es ist, Grenzen am Arbeitsplatz zu setzen?

    Einer der wichtigsten Hebel, den du einsetzen kannst, ist es, Grenzen zu setzen. Kommuniziere klar, was du von deinen Kolleg:innen und Vorgesetzten erwartest und was sie von dir erwarten können.

    Oft werden die eigenen Grenzen unbeabsichtigt von anderen überschritten. Umso wichtiger ist es, deine Grenzen von Anfang an zu kommunizieren und zu schützen.

    Wenn du das Gefühl hast, dass du zu viele Aufgaben hast, dann sprich mit deiner Führungskraft darüber bzw. fange an, zu delegieren.

    Übrigens, auch dir genügend Zeit für Entspannung und Freizeitaktivitäten zu nehmen, gehört zum Grenzen setzen dazu.

    Tipps für die gesunde Beziehungen am Arbeitsplatz, um Stress zu vermeiden

    Auch die Beziehungen am Arbeitsplatz spielen psyeine wichtige Rolle. Indem du eine positive Beziehung zu deinen Kolleg:innen und Vorgesetzten aufbaust, kannst du eine unterstützende Arbeitsumgebung schaffen.

    Das kannst du konkret tun

    • Sei proaktiv und freundlich. Begrüße deine Kolleg:innen und frage auch wie es ihnen geht

    • Suche nach Möglichkeiten, um ihnen zu helfen. Erst geben, dann nehmen.

    • Baue Vertrauen auf, indem du deine Arbeitsergebnisse teilst und um Feedback bittest.

    • Vermeide Klatsch und Tratsch am Arbeitsplatz, da dies zu Konflikten und einem ungesunden Arbeitsumfeld führen kann.

    • Nimm dir Zeit, um deinen Kolleg:innen zuzuhören und interessiere dich für ihre Meinungen und Ideen. Sei interessiert, nicht interessant.

    • Suche nach Möglichkeiten, um Zusammenarbeit und Teamwork zu fördern.

    Mache deine Selbstfürsorge zur Priorität, da es um deine mentale Gesundheit geht

    Selbstfürsorge ist ein wichtiger Aspekt deines psychischen Wohlbefindens. Kümmere dich um dich selbst und nimm dir Zeit für Entspannung und Erholung. Dies sind wichtige Pfeiler für deine Gesundheit.

    Hier sind einige Möglichkeiten, wie du Selbstfürsorge in deinen Arbeitsalltag integrieren kannst:

    • Plan regelmäßige Pausen ein. So kann der Gang in die Küche ein kleines Ritual werden, um dir deinen Tee zu machen oder Kaffee zu holen

    • Achte auch auf deine Mittagspause - gehe eine kurze Runde spazieren

    • Suche nach Möglichkeiten, um deine körperliche Fitness zu fördern, wie z.B. steige eine U-Bahn-Station früher aus und gehe den Rest zu Fuß, nimm die Treppen, statt den Lift 

    • Suche einen Sport, der dir Spaß macht oder beschließe deinen Tag mit einem Abendspaziergang

    • Achte auf eine ausgewogene Ernährung

    • Trinke viel Wasser

    • Reduziere Alkohol

    • Mache immer wieder kleine Auszeiten - Komme zur Auszeit im Kloster, da lernst du, wie du kleine mentale Auszeiten in deinen Alltag integrierst

    Prävention ist alles. Dies sind alles einfache Dinge, die du tun kannst, um deine Gesundheit zu steigern und Krankheit zu vermeiden. Einziger Haken: Fange an und ziehe es durch.

    Vorteile, wenn du deine mental health priorisierst und achtsam bist

    Mache deine psyschische Gesundheit zur Priorität. Dies kann eine Vielzahl von Vorteilen nach sich ziehen: du kannst produktiver, erfolgreicher, glücklicher und zufriedener im Job sein. Hier sind einige der Vorteile:

    • Mehr Energie und Konzentration: Du hast mehr Energie und Konzentration für deine Arbeit.

    • Weniger psychische Belastung und Angststörungen: Du kannst deine Angstzustände reduzieren.

    • Bessere Beziehungen: Du kannst eine unterstützende Arbeitsumgebung schaffen, in der es Freude bereitet, zu arbeiten.

    • Mehr Erfüllung: Du fühlst dich in deinem Job erfüllter und zufriedener.

    • Besseres Lebensgefühl und Lebensqualität: du hast eine nachhaltige, ausgewogene Work-Life-Balance

    Fazit und Schlussgedanken

    Es muss unser aller Ziel sein, das Stigma von psychischen Erkrankungen zu nehmen. Niemand ist vor diesen Krankheiten gefeit. Je nachdem, wie Leben passiert, kannst du in Situationen kommen, die dich extrem fordern.

    Wenn wir es schaffen, dieses gesellschaftliche Stigma zu entfernen, haben wir schon einen großen Schritt getan. Denn auch Verständnis für Betroffene aufzubringen, kann helfen, dass Menschen mit psychischen Erkrankungen diese besser meistern. 

    Die Arbeit kann immer wieder herausfordernd sein. Oft sind es Kleinigkeiten, die angehäuft die Ursache für körperliche Erkrankungen sind. Mit den richtigen richtigen Strategien/ Ressourcen kannst du deine Gesundheit schützen und erfolgreich sein.

    Umso wichtiger ist es, dass du deine mental health täglich zur höchsten Priorität machst. So kannst du produktiver, erfolgreicher, glücklicher und zufriedener am Arbeitsplatz und auch im Privatleben sein und eine bessere Work-Life-Balance erreichen .

    Was es dazu braucht, ist kein Hexenwerk. Grenzen setzen, Beziehungen aufbauen, Selbstfürsorge sind drei elementare Säulen, die dir langfristig dabei helfen, die mentale Belastung u minimieren.

    Wenn du Schwierigkeiten bei der Umsetzung hast, dann hole dir Unterstützung. Gerne auch von mir. 

    Wie sind deine Erfahrungen? Was machst du, um mental fit zu bleiben?
    Schreibe mir gerne in die Kommentare und wenn dir der Artikel gefallen hat, freue ich mich, wenn du ihn teilst. Dein Karma-Konto wird es dir danken und ich selbstverständlich auch.

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    Wer schreibt hier?

    Hallo. Ich bin Monika Rörig, Leadership Coach und Mentorin für weibliche Führungspersönlichkeiten, angestellt und selbständig, die sich einen gelasseneren und stressfreieren (Führungs) Alltag wünschen.

    Mental health und Self-Leadership sind hierbei elementare Schlüssel. Ich begleite meine Klientinnen auf ihrem Weg zu gesunder Führung.

    Hier erfährst du mehr zu mir und meiner Arbeitsweise.

    Kennst du meine Interview-Reihe „Im Gespräch mit …“? Regelmäßig hole ich mir spannende Persönlichkeiten vor die Kamera und wir reden über Leadership, (Self-)Leadership und gesunde Führung.