Möchtest du manchmal am Liebsten die Zeit zurückdrehen?

Als Kind habe ich mir eine Zeitmaschine gewünscht, animiert durch den gleichnamigen Science Fiction-Klassiker von H. G. Wells. Ich habe mir vorgestellt, wie es wäre, ins Mittelalter zu reisen. Echte Ritter und Hexen sehen. Ich wollte wissen, wie es in der Zukunft aussieht und wie meine Heimatstadt sich über die Jahrhunderte verändert hat.
Oder ein paar Tage zurückreisen und dem fiesen Klassenkameraden Paroli bieten. Einfach mal die Uhr zurückdrehen.

Hast du dir schon mal eine Zeitmaschine gewünscht? Ein paar Jahre zurückreisen, mit dem heutigen Wissen im Gepäck, und ein paar Entscheidungen modifizieren?

Bildquelle & Fotograf: pixabay.com, Efraimstochter

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Nun, Zeitmaschinen gibt es nicht. Wir müssen mit unserer Vergangenheit leben. Ob wir wollen oder nicht.
Was machst du mit Entscheidungen, die du aus tiefstem Herzen bedauerst?
Was machst du mit Entscheidungen, die sich als falsch herausstellen?
Haderst du mit dir? Wenn ja, wie lange?

Nehmen wir an, du hast nach dem Abitur nicht studiert, weil deine Eltern darauf bestanden haben, dass du erst eine Berufsausbildung machst. **
Nach der Ausbildung bist du 6 Monate durch die Welt gereist. Auf deiner Weltreise hast du deinen jetzigen Mann kennengelernt und dann kamen eure Kinder. Es hat also irgendwie nie gepasst, ein Studium „reinzuschieben“.

Nehmen wir jetzt weiter an, du bereust heute zutiefst, dass du nicht studiert hast. Du denkst, dein Leben wäre so viel schöner, bunter, aufregender, wenn du ein Studium absolviert hättest.
Welche Möglichkeiten hast du, damit umzugehen?

1. Schuld zuweisen

Du kannst die Schuld deinen Eltern geben, weil sie dich in die Berufslehre gedrängt haben, statt deine Studienwünsche zu unterstützen.
Du kannst dir selbst die Schuld geben, weil du dich hast drängen lassen.
Du kannst dir die Schuld geben, dass du nach der Lehre nicht mit dem Studium begonnen hast.
Du kannst deinem Mann die Schuld geben, weil er unbedingt Kinder wollte.

Du kannst dich mit deinen Gedanken in der Vergangenheit festbeissen. Du kannst dich mit Selbstvorwürfen kasteien und mit den Vorwürfen gegenüber deinen Eltern und deinem Mann quälen.
 
An deiner Situation (kein Studienabschluss) ändert sich nichts.
Das einzige das sich zum Negativen ändert, bist du selbst. Diese negative Gedankenspirale wird dich mürbe machen, unzufrieden und verbittert.
Du bindest deine wertvolle Energie an die Vergangenheit.
 

2. Die Situation akzeptieren

Du akzeptierst die Situation, wie sie ist. Deine Eltern haben deine Studienpläne nicht unterstützt. Du hast dich deren Willen gebeugt und eine Lehre gemacht. Danach hast du beschlossen, erst mal die Welt zu sehen. Bei deiner Reise hast du diesen unglaublich tollen Typen kennengelernt. Ihr habt beschlossen zu heiraten und schnell Kinder zu bekommen.
So sind die Fakten. Das ist so geschehen. Punkt.
 

3. Annehmen und wertschätzen was ist

Du hast eine abgeschlossene Berufsausbildung.
Du hast ein Weltreise gemacht. Das ist ziemlich cool. Welche Erfahrungen hat dir das gebracht? Welche interessanten Menschen hast du noch kennengelernt? Welche Abenteuer hast du bestritten? Wieviel Spaß hattest du?

Du hast Kinder bekommen, die dir mit Sicherheit viel Freude bereiten.
Sieh‘ nicht nur, was du nicht hast, sondern vor allem, was du hast.
 

4. Reflektieren

Wie wichtig ist dir das Studium? Um was geht es genau? Geht es um den Studienabschluss? Was steckt dahinter? Was wäre anders, wenn …..?
Geht es um die Wissenserweiterung?
Was ist deine Motivation?
 

5. Planen

Bi ldqelle & Fotograf: pixabay.com, PIX1861

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Welche Möglichkeiten hast du heute?
Ist ein Studium noch eine Option?
Was könntest du stattdessen machen?
Was könntest du noch machen?
 

6. Entscheiden

Je nachdem wie deine Antworten ausfallen, entscheide dich.
Entscheide dich heute. Aber lass die Vergangenheit ruhen. Du kannst sie nicht ändern. Du kannst sagen, dass du dich heute anders entscheiden würdest. Aber die Entscheidungen von damals kannst du nicht rückgängig machen.

Fälle heute eine Entscheidung. Wieder hast du 2 Möglichkeiten:
- Du jammerst weiter wie bisher und bedauerst dein Leben, weil es anders gelaufen wäre, wenn …
- Du entscheidest dich für den unbequemeren Weg. Du entscheidest dich, heute anzufangen, etwas zu ändern und kommst ins Tun.
 

Schuld zuweisen ist relativ einfach.

Sein Leben in die Hand nehmen, entscheiden und handeln, das ist das echte Leben. (Click to tweet)
Oftmals verharren wir in negativen Gedanken und bedauern falsche Entscheidungen, die wir getroffen haben. Und in der Zeit, in der wir mit uns hadern und uns selbst bemitleiden, geht das Leben an uns vorüber.

Die größte Entscheidung deines Lebens liegt darin, dass du dein Leben ändern kannst, indem du deine Geisteshaltung änderst. (Albert Schweitzer)

Hast du Entscheidungen getroffen, die du heute bereust?
Steckst du in negativen Gedanken fest? Destruktive Gedankenspiralen lassen sich oft mit leicht umzusetzenden Tools bearbeiten.
Möchtest du mehr darüber wissen? Vereinbare doch einfach hier dein kostenloses KennenlernGespräch und wir können direkt klären, ob und wie ich dich unterstützen kann.

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[Anmerkung:
Ich habe ein Beispiel mit Eltern genommen, weil ich immer wieder höre, wie den Eltern Fehler nachgetragen werden. Wir sollten nicht so streng mit unseren Eltern sein. In der Regel wollen Eltern nur das Beste für ihr Kind; sie wollen ihr Kind vor Unglück bewahren. Eltern wollen ihren Kindern nicht schaden. Eltern fällen Entscheidungen aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen. Wir sollten nachsichtiger sein. Und hoffentlich sind unsere Kinder mit uns auch nachsichtig.]


Wer bloggt hier?

Mein Name ist Monika Rörig & ich bin Coach für mutige Frauen.

Mit Begeisterung zeige ich Frauen, dass es möglich ist, selbstbewusst und mit Freude sein Ding zu machen und dabei genau so weit zu gehen, wie sie es möchten. Beruflich und privat.
Mach' dein Ding! - das ist mein Motto. Und dafür ist es nie zu spät.